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Kopiergeschützte CDs müssen draußen bleiben

02.02.2005 | 17:02 Uhr |

Ganz billig ist der Service nicht. Bis zu 100 CDs rippt die Firma für 158 Euro, 250 CDs kosten 298 Euro, eine Sammlung mit 750 CDs schlägt mit 649 Euro zu Buche. Darin enthalten sind jeweils die Versandkosten. Damit die teuren Scheiben sicher und unversehrt zu Ipodload und wieder zurück zum Kunden kommen, verschickt die Firma spezielle Kartons. Es fallen also mindestens drei Versandwege an.

Eingesandt werden müssen die Original-CDs mit Hüllen. Der Grund: Rein rechtlich darf eine CD nur dann gerippt werden, wenn sie nicht kopiergeschützt ist. Da aber einige CD-Laufwerke sich wenig um den Kopierschutz scheren, müssen die Mitarbeiter von Ipodload auf der Hülle nachsehen, ob sich dort ein entsprechender Hinweis findet. „Wenn ja dürfen wir die CD nicht kopieren, weil wir uns sonst strafbar machen würden“, so Korthaus. Auf die technische Wirksamkeit eines Kopierschutzverfahrens können sich die Mitarbeiter ohnehin nicht verlassen, da sie mit Apple-Computern arbeiten. Die nehmen von dem Kopierschutz oft gar nichts wahr, da die meisten Schutzverfahren auf Windows-PCs abgestimmt sind.

Auf CD-Rohlingen gespeicherte Musik kommt bei Ipodload übrigens ebenso wenig ins Laufwerk wie dubiose Raubpressungen die auf Flohmärkten vertrieben werden. „Zudem erklärt der Kunde, dass die eingesandten CDs tatsächlich ihm gehören und er uns nur als Dienstleister einsetzt.“

Zum Vorgang des Rippens gehört auch das Erstellen passender ID3-Tags. Bei exotischeren CDs sind die nicht in einer Titeldatenbank verzeichnet – dann müssen die Mitarbeiter ran und geben die Titel- und Interpretendaten von Hand ein. Selbst wenn das nur bei jeder zehnten CD der Fall ist, relativiert es den Preis.

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