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Kontaktlinse zoomt, wenn man zwei Mal blinzelt

29.07.2019 | 09:34 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Forscher haben eine Kontaktlinse entwickelt, die automatisch zoomt, wenn der Träger zwei Mal kurz blinzelt.

Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego stellen in einem Forschungsberich t eine neuartige Kontaktlinse vor, die sich vom Träger mittels Augenbewegungen steuern lässt.

In dem Forschungsbericht heißt es: "In der aktuellen Arbeit wird eine neuartige Mensch-Maschine-Schnittstelle vorgestellt. Sie wurde entwickelt, um elektrookulographische Signale zu verwenden, die durch Augenbewegungen erzeugt werden, um die Bewegungen und die Änderung der Brennweite einer biomimetischen weichen Linse zu steuern."

Die als "soft robot lens" bezeichnete Kontaktlinse bietet beispielsweise eine Zoomfunktion, die über ein schnelles zweimaliges Blinzeln aktiviert werden kann. Mit dem zweimaligen Blinzeln kann der Träger zwischen einem Nah- und Fernsicht-Modus wechseln. Andere Befehle lassen sich ausführen, indem der Träger etwa seine Augäpfel entsprechend bewegt und etwa nach oben, unten, links oder rechts schaut.

Die Befehle werden über die natürlichen elektrischen Signale im menschlichen Augapfel aktiviert, die selbst dann übertragen werden, wenn das Auge geschlossen ist. Dabei handelt es sich um das sogenannte elektrookulographische Signal. Dieses Signal ist selbst dann durch einen Menschen auslösbar, wenn dieser nicht sehen kann. Er muss dazu nur beispielsweise seinen Augapfel nach oben bewegen oder blinzeln.

Langfristig wollen die Forscher die Technik dafür einsetzen, um etwa visuelle Prothesen als Sehhilfe zu entwickeln. Die Technik dürfte aber auch bei neuartigen technischen Hilfsmitteln zum Einsatz kommen, die direkt auf den Augen der Menschen platziert werden.

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