Channel Header
102696

Kommission prüft Umstieg

09.10.2001 | 11:20 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ein Kommission prüft derzeit die Alternativen und erstellt eine Vorlage, die den Entscheidungsträgern bei der Auswahl des künftigen Betriebs- und Serversystems unter dem Adler helfen soll. Ein unabhängiges Institut erstellt eine Machbarkeitsstudie und im Bundestag laufen bereits die ersten Testrechner, auf denen Windows 2000 und Linux ihre Bundestagstauglichkeit unter Beweis stellen sollen.

Viele Abgeordnete treibt nicht nur die Kostenfrage, sondern auch die Furcht vor Sicherheitslücken und Viren um. Und dann ist da noch der potenzielle Zugriff des US-Geheimdienstes NSA auf die Server-Software von Microsoft. Seit im Windows-System der NSA-Key entdeckte wurde ( PC-WELT berichtete ), fürchten Abgeordnete, dass ihre sensiblen Daten direkt von ihrer Festplatte im Server der NSA landen. Beim Open-Source-System Linux besteht dieses Problem nicht, da Profis den Code jederzeit prüfen können.

An einigen Stellen kommt Linux bereits jetzt im Bundestag zum Einsatz, zum Beispiel als Mailserver. Die SPD-Fraktion setzt Linux seit 1995 für den Serverbetrieb ein. Nun planen die Sozialdemokraten aus Kostengründen sogar den Umstieg von MS Office auf Star Office.

Bis Februar 2002 muss die Entscheidung gefallen sein. Sollte die Entscheidung für Linux fallen, würde Tux ab 2003 im Bundestag sitzen.

Die Deutschen Behörden sind mit ihren Wechselabsichten nicht allein. Frankreich will ebenfalls das IT-Equipment einiger Ministerien auf Linux umrüsten.

Windows 2000 sicherer - dank US-Geheimdienst (PC-WELT Online, 18.06.2001)

PC-WELT Linux

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
102696