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Kobalt für Elektro-Autos: Ausbeutung, Lebensgefahr & Kinderarbeit

17.10.2019 | 12:15 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Wer sich ein Elektro-Auto kauft, sollte an das für die Akkus unverzichtbare Kobalt denken. Für dessen Abbau sterben Menschen oder ruinieren sich ihre Gesundheit und die Umwelt. Und Kinder müssen für den Elektro-Fahrspaß der westlichen Welt und Chinas ebenfalls schuften.

Die Herstellung der Akkus für Elektro-Autos oder E-Scooter kann mit einer massiven Umweltverschmutzung, erheblichen gesundheitlichen Schäden und Gefahren für die Minenarbeiter, deren Ausbeutung und mit Kinderarbeit verbunden sein. Unter anderem wegen des dringend für die Akkus benötigten Rohstoffs Kobalt. In so einem Fall bleibt vom grünen Mäntelchen, das einige Umweltaktivisten und Politiker der Elektro-Mobilität umhängen, nicht mehr viel übrig.

Doch wie sehen die Arbeitsbedingungen bei der Kobalt-Förderung vor Ort im Kongo wirklich aus?

Das für die Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus erforderliche Kobalt stammt vor allem aus Australien, der Demokratischen Republik Kongo und aus Kuba. Gerade der Kongo steht im Verdacht, dass die dortige Kobalt-Förderung schreckliche Folgen für Umwelt (wegen Umweltverschmutzung und Raubbau) und Menschen (schlechte Bezahlung, unerträgliche und gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen, gefährliche Arbeitsplätze, Kinderarbeit) habe.

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben deshalb 58 Kobalt-Minen im Kongo persönlich besucht und eine Studie dazu verfasst. Spiegel Online fasst einige der Ergebnisse zusammen .

Das Kobalt im Kongo wird von zwei unterschiedlichen Gruppen abgebaut: Von großen internationalen Konzernen und von kleineren Zusammenschlüssen. Letztere fördern bis zu 20 Prozent des kongolesischen Kobalts – teilweise ist dieser Kleinbergbau illegal. Gerade bei diesem Kleinbergbau wird die Arbeitssicherheit oft nicht beachtet und beispielsweise werden Stollen gegraben, die einsturzgefährdet sind. Dementsprechend gibt es dabei Tote. Und besonders in den illegalen Minen ist die Bezahlung miserabel, teilweise weit unter dem Mindestlohn von vier US-Dollar pro Tag.

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Kinderarbeit ist beim Kobalt-Abbau im Kongo durchaus verbreitet, allerdings vielleicht nicht ganz so sehr, wie es oft den Anschein hat. Zudem variiert die Arbeitsbelastung der Kinder je nach deren individueller Situation: Vom brutalen Abbau tief im Bergwerk über das Schleppen schwerer Erzsäcke bis zum vergleichsweise leichten oberirdischen Sortieren von Erzstücken.

Das ändert aber nichts daran, dass Kinder per se nichts in oder bei Bergwerken zu suchen haben.

Erst im Juli 2019 bestätigte die Bundesregierung als Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, dass sie Kinderarbeit in Zusammenhang mit der Produktion von E-Autos nicht ausschließen könne. Dass zudem die Menschenrechte in den Bergwerken nicht unbedingt immer beachtet werden, erkennt man an der großen Zahl an Geheimdienstmitarbeitern und Militärs, die die BGR-Kontrolleure vor Ort sahen.

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Angesichts der zweifelhaften Umstände im Kongo stellt sich die Frage, wieso die Akku-Hersteller nicht nur aus Australien und vielleicht noch aus Kuba Kobalt einkaufen. Die einfache Antwort: Deren Kobaltmengen reichen nicht aus, denn 60 Prozent des weltweiten Kobalts kommen aus dem Kongo. Außerdem müsste man bei einem Wegfall der Kobalt-Förderung Ersatz-Einkommensmöglichkeiten für die Bergarbeiter im Kongo schaffen.

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BMW will für seine kommende neue Generation von Elektro-Autos, die ab 2020/21 verkauft werden, kein Kobalt aus dem Kongo mehr verwenden. Volkswagen wiederum will künftig die Herkunft des Kobalts für seine Fahrzeuge zurückverfolgen.

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