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Kläger wollen modulares Windows

11.06.2002 | 13:30 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die klagenden Staaten - Kalifornien, Connecticut, Florida, Iowa, Kansas, Massachusetts, Minnesota, Utah, West Virginia und der Distrikt von Columbia - sehen das natürlich anders. Die Kläger legten ihrerseits eine 520 Seiten starke Empfehlung für das Gericht vor, die für das Gericht eine starke Grundlage für seine Entscheidung sein soll. Die Staaten wollen damit erreichen, dass das Gericht Microsoft zwingt, eine abgespeckte - modulare - Version von Windows anzubieten.

Dadurch sollen PC-Hersteller und -Verkäufer in die Lage versetzt werden, Rechnersysteme zwar mit Microsoft Windows, aber auch mit Media Player, Instant Messenger und Internet Browser von Microsoft-Konkurrenten anzubieten und zu verkaufen. Außerdem soll Redmond gezwungen werden, seine Office-Software auch für konkurrierende Betriebssystem anzubieten (zum Beispiel für Linux). Zudem soll Microsoft den Programmcode des Internet Explorers kostenlos Entwicklern zur Verfügung stellen.

Die abschließenden Schluss-Plädoyers der beiden Parteien erfolgen ab dem 19. Juni. Prozessbeobachter rechnen in den darauffolgenden Monaten mit dem Urteil.

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