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Keine Ausbildung zum Administrator

20.06.2002 | 16:20 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Der ECDL richtet sich generell an Einsteiger und soll die grundlegenden Kenntnisse im Umgang mit Rechnern vermitteln. Deshalb kommen die Teilnehmer nicht in Kontakt mit der Kommandozeilen-Ebene von Linux. Die Bedienung von Suse Linux erfolgt ausschließlich über die grafische Bedienoberfläche KDE 3.0. Dies soll vor allem Windwos-Anwendern den Umstieg erleichtern. Im Rahmen der Linux-Module werden keinerlei Kenntnisse über den Aufbau und die Wartung eines Servers vermittelt, sondern nur grundlegende Anwenderkenntnisse, wie zum Beispiel Datei-Management oder Internet-Nutzung. Die gesamte Ausbildung betrifft also nur die clientseitige Nutzung des Rechners.

Die DLGI wählte deshalb Suse Linux aus, weil diese Software die in Deutschland am weitesten verbreitete Linux-Distribution ist. Die DLGI sei aber auch offen für andere Distributionen, wenn der Markt dies erfordere, wie Knauf betonte.

Mittlerweile findet unter den Anhängern des alternativen Betriebssystems eine heftige Diskussion über Sinn oder Unsinn dieser Ausbildung statt. Dabei ist weniger der Abschluss als solcher in der Kritik, als vielmehr der Weg dorthin, sprich die behandelte Software. Auch unter den Unternehmen sei der Nutzen umstritten, wie Pro-Linux berichtet. Die Anforderungen im Rahmen des "Führerscheins" seien den IT-Verantwortlichen demnach zu niedrig.

Wal-Mart bringt erste Lindows-Rechner auf dem Markt (PC-WELT Online, 18.06.2002)

Suse Linux 8.0 zum kostenlosen Download (PC-WELT Online, 11.06.2002)

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