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Kawasaki enthüllt weltweit erstes Transportschiff für Wasserstoff

16.12.2019 | 15:57 Uhr | Denise Bergert

Japan will Wasserstoff aus anderen Ländern importieren. Für den Transport sollen Schiffe eingesetzt werden.

Während andere Länder bei zukunftstauglicher und umweltfreundlicher Mobilität auf Elektroantriebe und Lithium-Ionen-Akkus setzen, geht Japan einen anderen Weg. Das Land forscht an Fahrzeugen mit Brennstoffzellen. Die nutzen Wasserstoff, um Energie zu erzeugen. Lediglich sauberes Wasser bleibt dabei als Abfallprodukt übrig.

Da die Produktion von Wasserstoff sehr energiehungrig ist, kann Japan seinen Bedarf nicht komplett selbst decken. Aus diesem Grund will das Land den benötigten Wasserstoff in Zukunft teilweise importieren. Für die Organisation hat sich ein Konsortium aus Kawasaki Heavy Industries, Iwatani Corporation, Shell Japan und J-Power gebildet. Der Transport von Wasserstoff gestaltet sich allerdings schwierig. Grundsätzlich können dafür zwar Pipelines genutzt werden, da Japan eine Insel ist, wäre der Bau allerdings sehr kostspielig.

Als Alternative hat das Konsortium in dieser Woche das weltweit erste Transportschiff für Wasserstoff vorgestellt . Der Tanker fasst 1.250 Kubikmeter Wasserstoff, der für die Fahrt extrem stark komprimiert und auf minus 253 Grad Celsius gekühlt wird. Wirklich klimafreundlich ist das Konzept um die Produktion und den Transport von Wasserstoff nach und in Japan jedoch nicht. Das Transportschiff wird von einem Dieselmotor angetrieben, ebenso wie die LKW, die den Wasserstoff von japanischen Häfen ins Land transportieren. Hergestellt wird der Wasserstoff in Australien – mit Braunkohle. Es gibt jedoch bereits Pläne, Wasserstoff in Zukunft unter anderem mit Hilfe von Solarenergie in der Sahara zu produzieren und anschließend in andere Regionen zu transportieren. Hier könnte auch der Wasserstoff-Tanker von Kawasaki wieder einen Teil zum Klimaschutz beitragen.

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