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Microsoft stoppt Karl-Klammer-Comeback

25.03.2019 | 08:44 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Microsoft hat das Github-Projekt gestoppt, in dem Office-Helfer Karl Klammer (Clippy) ein Comeback versucht hatte.

Microsoft hat auf Github ein Projekt gestoppt, in dem versucht wurde, Karl Klammer (Clippy) zu einem kleinen Comeback in Microsoft Teams zu verhelfen. In Form eines animierten Stickers (Details siehe weiter unten in der ursprünglichen Meldung). Das Projekt war von einem Microsoft-Mitarbeiter initiiert worden. Offenbar hatte dieser nicht bei seinen Vorgesetzten vorher nachgefragt. Laut US-Medienberichten war die für Marken zuständige Abteilung bei Microsoft nicht mit einer Wiederbelebung des Office-Assistenten Karl Klammer einverstanden und veranlasste die sofortige Einstellung des Projekts. Die Website des Projekts ging dann auch kurze Zeit später offline.

Ein Microsoft-Sprecher erklärte gegenüber der US-IT-Site The Verge: "Clippy versucht seit dem Jahr 2001 seinen Job wieder zurück zu erhalten und sein kurzes Erscheinen auf Github war ein erneuter Versuch. Wir wissen die Mühe zu schätzen, haben aber nicht vor, Clippy für Microsoft Teams anzubieten."

Die Maßnahme geht wiederum einigen Nostalgikern zu weit und sie haben eine Petition gestartet, in der gefordert wird, die Karl-Klammer-Sticker wieder für Microsoft Teams zur Verfügung zu stellen.

Ursprüngliche Meldung vom 20.3.2019: Microsoft hatte Clippy (offiziell: Clippit genannt) offiziell im Jahr 2001 zu Grabe getragen. Zu unbeliebt war die ständig auf dem Desktop erscheinende, quasselnde Heftklammer. Hierzulande wurde Clippy unter dem Namen "Karl Klammer" bekannt und berüchtigt. Nach langer Funkstille gibt es wieder etwas Neues, denn offenbar gibt es innerhalb von Microsoft noch einige Klammer-Fans. Ein Microsoft-Entwickler hat jetzt nämlich eine Clippy-App für Microsoft Teams hier über Github zum Download freigegeben.

Mit der App, so heißt es, könne man seinen Nachrichten etwas "Spaß" hinzufügen. Letztendlich handelt es sich um ein paar neue Emojis, die beim Versenden von Nachrichten hinzugefügt werden können. Der Empfänger wird dann von einem Karl Klammer begrüßt, der ihm zuwinkt oder mit einem Bierglas zu prostet. Aber Vorsicht: Bei Bürokollegen, die unter Clippyphobie leiden, könnte der Spaß schnell nach hinten losgehen.

Weitere Infos zu der Clippy-App für Microsoft Teams finden Sie auf dieser Seite auf Github.

Microsoft liefert außerdem auch - ganz offiziell - derzeit ein großes Update für Microsoft Teams aus. Die wichtigsten Neuerungen und Verbesserungen:

  1. Individuelle Meeting-Hintergründe erweitern die bereits in Videokonferenzen integrierte, intelligente Hintergrundunschärfe um Hintergrundbilder

  2. Content-Kameras und Intelligent Capture machen Meetings in Microsoft Teams produktiver und inklusiver.

  3. Microsoft Whiteboard ist ein digitales Whiteboard in Teams-Meetings, das den Meeting-Teilnehmern ermöglicht, direkt in der Anwendung zusammenzuarbeiten.

  4. Live-Untertitel machen Teams-Meetings integrativer für Teilnehmer mit Höreinschränkungen, unterschiedlichen Sprachkenntnissen oder solche, die sich an einem lauten Ort einwählen.

  5. Mit sicheren privaten Kanälen können Teams-Mitglieder bald individuell anpassen, welche Mitglieder Gespräche und Dateien in einem bestimmten Kanal sehen können.

  6. Informationsbarrieren vermeiden Interessenkonflikte innerhalb eines Unternehmens, indem sie einschränken, welche Personen in Microsoft Teams miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können.

  7. Data Loss Prevention (DLP) in Chats und Unterhaltungen ermöglicht Kunden, sensible Informationen in Chats und Kanalgesprächen zu erkennen, automatisch zu schützen und zu überwachen.

  8. Live-Events ist eine neue Funktion in Microsoft 365, mit der jeder Live- und On Demand-Events erstellen kann, um Videos und interaktive Diskussionen an Mitarbeiter, Kunden und Partner in Microsoft Teams, via Stream oder Yammer auszustrahlen. Bis zu 10.000 Teilnehmer können mitmachen.

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