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KI soll Emotionen von Autofahrern erkennen

26.03.2019 | 14:09 Uhr | Denise Bergert

Das KI-System des US-Startups Affectiva soll die Gefühle von Autofahrern auslesen und gegensteuern können.

Das US-amerikanische Startup Affectiva will mit einem eigens entwickelten KI-System  verhindern, dass Wutausbrüche, Unaufmerksamkeit oder Müdigkeit bei Autofahrern zu Unfällen führen. Affectiva ist aus einem Projekt des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entstanden. Das Unternehmen hat für die Entwicklung der KI zahlreiche Autofahrer angeworben, anhand derer die künstliche Intelligenz die menschlichen Emotionen durch von Gestik und Mimik erlernen sollte. Die Autos der Fahrer und Fahrerinnen wurden dafür mit Kameras und Sensoren ausgestattet, die neben Gesten und Gesichtsausdrücken auch den Tonfall beim Sprechen erfassen sollten. Die Affectiva-Mitarbeiter haben die gesammelten Daten schließlich aufbereitet und in ein Deep Neural Network zur Verarbeitung eingespeist.

Die Affektiva-KI soll laut den Wissenschaftlern mittlerweile erkennen können, dass sich Wut beispielsweise durch wildes Gestikulieren und eine laute Stimme ausdrückt. Bei der sogenannten Road Rage – also einem Wutausbruch hinter dem Steuer – soll die KI künftig mit beruhigenden Maßnahmen wie etwa leiser Musik gegensteuern. Bemerkt die künstliche Intelligenz, dass der Fahrer müde wird oder gar bereits für Sekundenbruchteile einschläft, schlägt sie ihm eine Pause vor. Affectiva will die KI künftig in Fahrzeugen verbauen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

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