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John McAfee witzelt aus dem Gefängnis: Knast ist wie Familie

19.11.2020 | 13:16 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

John McAfee, das Enfant terrible der IT-Branche, wurde in Spanien verhaftet. Seinen Gefängnisaufenthalt nimmt er aber mit Humor: Er vergleicht sein Knast-Leben mit dem Familienleben eines durchschnittlichen Arbeitnehmers.

Update 19.11.2020: John McAfee nimmt Gefängnisaufenthalt mit Humor

John McAfee sitzt offensichtlich in Spanien immer noch im Gefängnis. Er hat aber anscheinend Zugang zum Internet, denn kürzlich berichtete er auf Facebook über sein Leben im Knast. Sein „Erlebnisbericht“ ist sarkastisch-unterhaltsam: „Das Gefängnis hier ist so: Man tut, was einem gesagt wird, hält Zeitpläne und Routinen ein, es gibt Unzufriedenheit und Nörgelei, und man muss mit gefährlichen, ärgerlichen oder bedeutungslosen Beziehungen umgehen.

Das ist nicht viel anders wie es der durchschnittliche Jobinhaber mit einer Familie erlebt.“ Zitat Ende und Update Ende.

Hier lesen Sie, wieso McAfee überhaupt hinter Gittern sitzt:

Die spanische Polizei hat John McAfee verhaftet. Die US-Strafverfolgungsbehörden werfen John McAfee vielfache Steuerhinterziehung vor, außerdem soll er für etliche Jahre keine Steuererklärung abgegeben haben. McAfee drohen im Fall eine Verurteilung bis zu 30 Jahre Gefängnis, wie Forbes berichtet. Im Jahr 2019 war McAfee zusammen mit seiner Frau auf einem Boot vor den US-Behörden geflohen.

John McAfee hat einst die nach ihm benannte Sicherheitsfirma aufgebaut, die Intel vor Jahren aufkaufte. Doch danach wurde McAfee immer exzentrischer und liefert eine schräge Schlagzeile nach der anderen.

In der Dominikanischen Republik legte McAfee eine kinoreife Flucht hin. Im Jahr 2012 soll er in Belize einen Killer damit beauftragt haben, einen Nachbarn umzubringen. McAfee musste daraufhin fliehen, dabei vergrub er sich unter anderem im Sand. Auf der Flucht tarnte er sich unter anderem mit einem Tampon in seiner Nase und gab sich als betrunkener Deutscher aus.

Er wollte das iPhone des San-Bernardino-Attentäters innerhalb einer halben Stunde knacken. Er selbst hat aber angeblich alle Smartphones weggeworfen, aus Angst vor Spionage.

McAfee wirbt für Kryptowährungen. McAfee wollte 2015 und auch noch einmal 2020 US-Präsident werden. Das klang zumindest 2015 ziemlich skurril, doch im Licht der letzten Jahre erscheint John McAfee als US-Präsident und Inhaber des Atomwaffenkoffers gar nicht mal mehr so unvorstellbar...

John McAfee angeblich verhaftet - oder doch nicht?

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