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John Carmack fordert Auktionssystem für Konsolen und GPUs

22.02.2021 | 08:41 Uhr | Michael Söldner

Mit Auktionen direkt durch die Hersteller könne man nach Ansicht von John Carmack den Scalpern beikommen.

Der Mitbegründer von ID Software, John Carmack, will der aktuellen Knappheit von Playstation 5, Xbox Series X und Grafikkarten mit einer ungewöhnlichen Reaktion beikommen: Die Hersteller sollten die Hardware in einem eigenen Auktionssystem ihren Kunden anbieten. Ein transparenter Verkauf an den Höchstbietenden würden den Markt effizienter machen und Scalper in ihre Schranken weisen. Diese kaufen die knappen Kontingente oft in wenigen Sekunden auf, um sie später an anderer Stelle und zu deutlich höheren im Internet wieder zu verkaufen. Mit einem Auktionssystem der Hersteller könnte dem Unmut der Käufer laut Carmack entgegengewirkt werden.

Der Wegfall der Zwischenhändler in Form der Scalper würde gleichzeitig zu niedrigeren Preisen führen. Teilweise zahlen Kunden für eine Playstation 5 aktuell über 1.000 Euro, eine RTX 3080 von Nvidia schlägt teilweise mit dem doppelten Verkaufspreis zu Buche. Die Situation dürfte auch noch mehrere Monate anhalten: Microsoft warnte bereits davor, dass die Xbox Series X noch bis zum Juni schlecht verfügbar sein könnte, auch Nvidia geht davon aus, dass die Nachschubprobleme noch bis Mai andauern werden. Um erfolgreich gegen Scalper zu wirken, müssten aber wohl fast alle Hersteller an diesem Auktionssystem teilnehmen. Ob sich dies realisieren lässt, bleibt fraglich.

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