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Jet Pack International: Vize-Präsident verunglückt mit Raketenrucksack

11.04.2016 | 10:27 Uhr |

In Denver erlitt der Vize-Präsident eines Jet-Pack-Herstellers schwere Kopfverletzungen nach einem Testflug. Er trug keinen Helm.

Der Vize-Präsident von Jet Pack International, Nick Macomber, hatte am Freitag die Kontrolle über seinen Raketenrucksack verloren und legte dann eine Bruchlandung hin. Mit blutenden Kopfverletzungen wurde der 27 Jahre alte Mann daraufhin in ein Krankenhaus gebracht, aber schon am Samstag wieder entlassen, teilte Fox31 Denver mit. Ein Augenzeuge berichtete, dass Macomber Blut gespuckt habe und auf dem Boden gekniet habe, aber wohl nicht habe aufstehen können.

Jet-Pack-Träger fliegt neben Airbus A380

Macomber selbst soll am Telefon gesagt haben, dass er auf dem Kopf gelandet sei und der Kiefer gebrochen sei. Die Wunde sei mit 27 Stichen genäht worden. Troy Widgery, CEO von Jet Pack International, räumte ein, dass Macomber keinen Helm getragen habe. Eigentlich gehört Schutzkleidung zur Standardausrüstung bei Testflügen mit dem Jet Pack. Der Sturz soll aus etwa 6 Meter Höhe erfolgt sein. Neben den Kopfverletzungen verbrannte sich Macomber noch Arme und Beine und verletzte sich am Knöchel. Doch die meisten Verletzungen seien nur oberflächlich, heißt es.

Jet Pack International hat drei verschiedene Rucksäcke in der Mache. Der H202-Z fliegt mit 33 Sekunden am längsten und mit gut 750 Meter am höchsten. Er wird 124 km/h schnell und wiegt etwa 80 kg. Betankt werden die Jet Packs mit H2O2, also Wasserstoffperoxid. Das fungiert nicht nur als starkes Bleich- oder Desinfektionsmittel, sondern eben auch als Treibstoff für Raketen.

In Dubai sollen 20 Jet Packs an die Feuerwehr gehen . Damit diese auch in 1000 Meter Höhe Einsätze mit 75 km/h fliegen kann.

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