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JVC DR-M10S

01.03.2004 | 13:41 Uhr |

JVC DR-M10S

Wie Panasonic gehört JVC zur DVD-RAM-Fraktion. Somit nutzt der DVD-Recorder DR-M10S (550 Euro) doppelseitig verwendbare Rohlinge, bietet also zweimal 4,7 GB Speicherkapazität und erlaubt 100.000faches Wiederbeschreiben - in puncto Wiederverwenden hat er damit die Nase eindeutig vorn.

AUSSTATTUNG: Der DR-M10S ist aber überhaupt nicht pingelig, was das Format der Scheiben angeht. Neben DVD-RAM liest er -RW und -R und ist damit recht flexibel. Seine vor Buchsen strotzende Rückseite lässt kaum Verkabelungswünsche offen. Neben den üblichen Buchsen für Bild und Ton hat er die begehrten Komponentenausgänge, die manche Fernseher, Plasmabildschirme und Projektoren zur Hochform auflaufen lassen und dem Zeilensprung den Garaus machen. Stichwort Deinterlacing: Die beiden zeilenweise geschriebenen Halbbilder schickt der DVD-Player als Vollbild zum Fernseher und erzeugt so ein sehr ruhiges und brillantes Bild. Eigene Videos brennt der Hobbyfilmer mit dem JVC-Recorder ruckzuck auf die DVD, denn der DR-M10S hat an der Front je einen Eingang für Analogvideo und DV. Ein tolles Feature ist die Timeshift-Funktion, die hier Live-Memory-Wiedergabe heißt. Mit einer DVD-RAM im Laufwerk kann der Zuschauer eine Sendung noch während der Aufnahme zeitversetzt anschauen.

BEDIENUNG: Einen besonderen Leckerbissen für Besitzer von Marken-Satelliten-Receivern legen die Japaner mit in den Karton: Ein Infrarot-Auge, das an der Rückseite des Recorders andockt und auf die Infrarot-Empfänger von Marken-Receivern gerichtet wird. Es schaltet sie 20 Sekunden vor der Aufnahme automatisch auf den vorher programmierten Sender. Ebenso unterhält sich der JVC vorzüglich mit Fernsehern von namhaften Herstellern. Das Duo tauscht dann über das Scart-Kabel Daten aus - der Fernseher synchronisiert seine Senderliste mit dem Recorder. Über die "Direct Rec"-Funktion kann man den Recorder sofort zur Aufnahme überreden. Er zeichnet dann das Programm auf, das gerade im Fernseher läuft. Mit der Fernbedienung des Recorders kommen selbst Anfänger gleich zurecht, denn sie ist logisch nach Gerätefunktionen gegliedert, und die Tasten sind in Form und Farbe deutlich zu unterscheiden.

QUALITÄT: Unser JVC-Testkandidat hatte ein auffälliges Manko: Sein Lüfter war etwas zu laut. Im Test war ein feines Tickern zu hören - möglicherweise nur der Fehler eines Einzelgerätes. Kaufinteressenten sollten sich ihn einfach vorführen lassen. Ansonsten gibt es wenig zu bemängeln. In den beiden Aufnahmemodi für hohe Bildqualität mit 60 und 120 Minuten Kapazität machen die Aufzeichnungen wirklich Spaß. Detailreich, kontraststark und farbenfroh liefert der JVC die Bilder an, im 120-Minuten-Modus natürlich weniger akkurat. Rapide bergab geht es erst mit den Longplay-Varianten, vor allem wenn der User auf 360 und 480 Aufnahmeminuten umstellt. Die Auflösung lässt nach und Artefakte bei schnellen Bewegungen nehmen zu - kein ansehnliches Ergebnis.

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