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Deutsche Provider sollen Zugang zu Youporn blockieren

23.10.2007 | 15:17 Uhr |

Das in einigen Ländern das Internet zensiert und damit der Zugriff auf bestimmte Seiten nicht möglich ist, ist bekannt. Eine solche Zensur droht nun auch in Deutschland. Ein Unternehmen fordert per Abmahnungen von den Internet-Providern, den Zugang zu Youporn zu sperren.

Das Unternehmen Kirchberg Logistik hat "Spiegel Online" gegenüber bestätigt, dass es insgesamt 19 Abmahnungen an deutsche Internet-Provider versendet hat, in denen diese aufgefordert werden, den Zugang zum Porno-Portal Youporn.com zu sperren. Dasselbe Unternehmen hatte bereits in der vergangenen Woche eine einstweilige Verfügung für die Sperrung von Youporn.com gegen den Provider Arcor erwirkt.

Kirchberg Logistik ist Betreiber eines Erotik-Film-Portals, das seine Inhalte nur nach Überprüfung des Alters anbietet. Youporn dagegen lässt jeden Anwender die dort abgelegten Pornofilme ansehen und führt keinerlei Altersprüfung durch. Genau dieses ist Kirchberg Logistik ein Dorn im Auge: Youporn verschaffe sich einen Wettbewerbsvorteil per Verstoß gegen Jugendschutzbestimmungen und die Provider seien dabei auch noch hilfreich. Mit dieser Argumentation konnte sich Kirchberg Logistik bereits im Falle von Arcor in der vergangenen Woche durchsetzen. Gegenüber Spiegel Online bestätigte das Unternehmen, dass insgesamt 19 Internet-Provider abgemahnt worden seien.

Bislang müssen die Internet-Provider den Zugang zu Youporn noch nicht sperren. Selbst Arcor hat noch Zeit bis Anfang November, weil es die einstweilige Verfügung noch nicht erhalten hat. Das Landgericht Kiel wird Anfang November die Rechtslage prüfen. Derzeit, so berichtet Spiegel Online, würden die Provider sich für den Fall vorbereiten, dass Youporn gesperrt werden muss.

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