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Interne Dokumente besagen das Gegenteil

07.11.2006 | 12:30 Uhr | Christian Löbering

Aus den internen Dokumenten ergebe sich jedoch: Nicht nur hohe Verluste und Probleme mit der Modellpalette, sondern auch gravierende Zahlungsschwierigkeiten seien dem Management damals bereits seit Wochen bekannt gewesen, berichtet die Zeitung. Am 16. August habe BenQ-Mobile-Finanzchef Wang in seinem Schreiben an engste Vertraute klargestellt: "Wir haben null Budget mehr." Bereits im ersten Halbjahr habe die Sparte das gesamte Geld aufgebraucht, das der Mutterkonzern in Taiwan für das Gesamtjahr zur Verfügung gestellt habe. Die Nachricht sei sowohl an Spitzenmanager von BenQ-Mobile, unter ihnen Firmenchef Joos, als auch an die BenQ-Führung in Taiwan, unter ihnen den für das Handy-Geschäft zuständigen Vorstand Jerry Wang, gegangen.

Der Finanzchef aus München habe damals unmissverständlich klargemacht, dass er der Sparte kaum noch Chancen gebe: "Unsere Liquidität könnte bald erschöpft sein." Der Mutterkonzern habe mitgeteilt, dass die Vorgaben nicht mehr verhandelbar seien. Einer der damaligen Spitzenmanager sagte dazu am Montag laut der Zeitung: "Das Aus war damit besiegelt."

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