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Interceptor reinigt Flüsse von Plastikmüll

29.10.2019 | 09:11 Uhr | Denise Bergert

Das Reinigungsschiff Interceptor von The Ocean Cleanup arbeitet dank Solarzellen autonom und fischt Plastikmüll aus Flüssen.

Die niederländische Umweltorganisation The Ocean Cleanup hat es sich zum Ziel gesetzt, die Weltmeere von Plastikmüll zu befreien. Nachdem die Organisation zwei Schiffsprototypen vorgestellt hat, die den sogenannten Great Pacific Garbage Patch mit einer Flotte von rund 60 Reinigungsschiffen in den nächsten fünf Jahren um die Hälfte reduzieren sollen, nimmt sich die Organisation nun auch der Flüsse an, über die der Großteil des Plastikmülls in die Meere geleitet wird.

Mit dem Interceptor enthüllte The Ocean Cleanup im Hafen von Rotterdam nun ihr neuestes Reinigungsschiff. Laut der Organisation gelangen rund 80 Prozent des Plastikmülls über etwa 1.000 Flüsse in die Weltmeere. Hier soll der Interceptor ansetzen. Um die Entstehung von neuen Garbage Patches zu verhindern, will die Organisation den Plastikmüll aus Flüssen auf der ganzen Welt fischen. Das Schiff im Katamaran-Design ist 24 Meter lang und wird über Solarzellen mit Strom betrieben. Es arbeitet komplett autonom. Über eine gekrümmte Barriere wird der im Fluss treibende Plastikmüll vom Interceptor abgefangen ins Innere des Schiffs geleitet und über ein Förderband in einem Container transportiert. Ist dieser voll, sendet der Interceptor ein Signal an The Ocean Cleanup. Das Team leert den Container daraufhin. 

Laut der Umweltorganisation kann der Interceptor am Tag rund 50 Tonnen Müll am Tag sammeln. Das Schiff wird bereits in Indonesien und Malaysia eingesetzt. In Kürze sollen noch zwei weitere Schiffe in der Dominikanischen Republik und in Vietnam hinzukommen. The Ocean Cleanup will seine Interceptor-Schiffe in den nächsten Jahren in rund 1.000 Flüsse weltweit entsenden.

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