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Intels neue Technologien

09.03.2005 | 15:15 Uhr |

Die Taktraten lassen sich nicht weiter steigern wie bisher - die thermischen Probleme nehmen überhand ( wir berichteten ). Nun soll eine Vielzahl von neuen Technologien die Leistungsfähigkeit weiter vorantreiben.

Dazu gehören etwa Hyper-Threading , der Stromsparmechanismus Enhanced-Speed-Step und die von AMD abgekupferten 64-Bit Erweiterungen, die Intel Extended-Memory-64-Technology (EM64T) nennt. Davon erhofft sich Microsoft übrigens mit der im April 2005 erscheinenden 64-Bit-Version von Windows einen satten Tempo-Gewinn ( wir berichteten ). Diese Technologien sind bei aktuellen Pentium-4- und Xeon-CPUs bereits im Einsatz.

Im Laufe dieses Jahres gibt die Virtualisierungstechnik Vanderpool in Desktop-CPUs und nächstes Jahr in Mobil-CPUs ihr Debut ( wir berichteten ).

Dazu kommt die Fernwartungs-Technik Active Management und die für Server gedachte I/O-Acceleration-Technology , die den TCP/IP-Datenverkehkr um 30 Prozent beschleunigen soll.

Am meisten Aufmerksamkeit bekam jedoch die Entwicklung hin zu Zwei-Kern-Prozessoren (Dualcore). Multi-Kern-Prozessoren (Multi-Core) sollen folgen. Derzeit sind bei Intel mehr als zehn Mehr-Kern-Prozessoren in Arbeit. 2006 sollen bereits über 70 Prozent der ausgelieferten Prozessoren zwei und mehr Kerne haben. Der Vorteil von Zwei-Kern-Prozessoren: Laut Intel soll bei gleicher Wärmeabgabe ein Zwei-Kern-Prozessor circa 40 Prozent schneller sein als das Ein-Kern-Pendant - dieses Verhältnis dürfte allerdings sehr stark von der verwendeten Anwendung abhängen.

Was Zwei-Kern-Prozessoren in der Praxis bringen, werden erst eingehende Tests zeigen: Benchmarks, die wir vor Ort durchführten, ergaben widersprüchliche Ergebnisse ( wir berichteten )

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