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Intels Flaggschiff der Rocket-Lake-S-Serie im Benchmark gesichtet

09.12.2020 | 16:19 Uhr |

In einem beliebten Spiele-Benchmark hat ein findiger Leaker den kommenden Intel Core i9-11900K entdeckt, bei dem es sich um das kommende High-End-Modell des Chip-Anbieters handeln wird. Die Ergebnisse erlauben auch eine grobe Leistungseinschätzung der CPU.

Wie der bekannte Leaker Apisak via Twitter bekannt gegeben hat, ist er über die Leistungsergebnisse eines bisher unveröffentlichten Intel-Prozessors gestolpert. An den entsprechenden Tweet hängt der Leaker nicht nur entsprechende Screenshots der Benchmark-Ergebnisse aus dem Strategiespiel Ashes of the Singularity, sondern auch gleich Direktlinks zur Ergebnis-Webseite, die für alle öffentlich einsehbar ist. So soll der kommende Intel Core i9-11900K der Rocket-Lake-S-Serie über einen Basistakt von 3,5 GHz verfügen, zum eigentlich viel interessanteren Boost-Takt gibt es jedoch keine Angaben. Damit wäre die Grundtaktfrequenz sogar um 200 MHz niedriger als noch beim direkten Vorgänger, dem Intel Core i9-10900K.

Intel Core i9-11900K mit weniger Kernen und Threads

Weiterhin lässt sich der aufgelisteten Hardware-Konfiguration entnehmen, dass der Prozessor über acht physikalische Kerne und 16 Threads verfügt. Im Vergleich zum Vorgänger wären das zwei Kerne und vier Threads weniger. Doch durch diese Verringerung und weiteren Design-Änderungen an den Kernen selbst soll dafür die IPC-Leistung (Instructions per Cycle) und somit die gesamte Single-Thread-Performance steigen.

Die Ergebnisse des Intel Core i9-11900K in Ashes of the Singularity in 1080p.
Vergrößern Die Ergebnisse des Intel Core i9-11900K in Ashes of the Singularity in 1080p.
© Oxide Games

AMD Ryzen 9 5950X mit besseren Ergebnissen

Die Ergebnisse des Benchmarks liegen einmal in 1.920 x 1.080 (Link) und einmal in 2.560 x 1.440 Pixel (Link) vor, beide Male wurde jedoch in den „Crazy“-Voreinstellungen (also besonders hohen) getestet. In der niedrigeren Auflösung kommt der i9-11900K auf 6.400 Punkte (64,7 Bilder pro Sekunde), in der höheren auf 6.200 Punkte (62,7 Bilder pro Sekunde). Zur Seite stand der CPU eine Nvidia Geforce RTX 3080 nebst 32 GB Arbeitsspeicher.

Prompt reagierte unter dem Tweet einer der (wenigen?) stolzen Besitzer eines AMD Ryzen 9 5950X (zum PC-WELT-Test), der ebenfalls mit einer RTX 3080 und 32 GB RAM denselben Benchmark in Full-HD durchführte und auf satte 7.100 Punkte (71,9 Bilder pro Sekunde) kommt – damit wäre AMDs Flaggschiff rund 11 Prozent flotter als Intels kommender Chip. Selbstverständlich lässt sich hier keine allgemeine Schlussfolgerung über die tatsächliche Leistungsfähigkeit des 11900K ziehen, doch zumindest in diesem Test muss sich selbst das unveröffentlichte Flaggschiff der Top-CPU von AMD geschlagen geben.

Gekontert: Der AMD Ryzen 9 5950X liefert eine bessere Leistung in Full-HD.
Vergrößern Gekontert: Der AMD Ryzen 9 5950X liefert eine bessere Leistung in Full-HD.
© Oxide Games

Ebenfalls bemerkenswert: Ein weiterer Twitter-Nutzer antwortete auf den Tweet mit den Ergebnissen, die er mit dem i9-10900K, 32 GB RAM und einer RTX 3080 erhoben hat: In Full-HD kommt er auf eine ebenfalls höhere Punktzahl von 6.900 Punkten.

Rocket Lake-S mit PCI-Express 4.0

Intels elfte Core-Generation wird die erste Mainstream-Plattform des Herstellers sein, die PCI-Express 4.0 unterstützen wird. AMD bietet den Support bereits seit der dritten Ryzen-Generation. Bestätigt wurde, dass die neuen CPUs auch mit älteren Mainboards kompatibel sein wird, die über einen LGA1200-Sockel verfügen. Nichtsdestotrotz wird es einen neuen Chipsatz der 500er-Serie geben und damit auch neue Hauptplatinen. Aber Achtung: Die neuen Intel-Prozessoren der Alder-Lake-S-Serie, die in der zweiten Jahreshälfte von 2021 erscheinen sollen, setzen den neuen Sockel LGA1700 voraus und sind auch schon bereit für DDR5-Arbeitsspeicher und PCI-Express 5.0.

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