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Intel räumt Verlust von Marktanteilen an AMD ein

10.09.2019 | 16:42 Uhr | Michael Söldner

Chip-Hersteller Intel gesteht ein, in den letzten zwölf Monaten Marktanteile an AMD verloren zu haben.

Durch AMDs flotte Ryzen-CPUs für Desktop-Rechner und Server ist Intel unter Druck geraten. Die frischen Prozessoren von AMD sind endlich wieder konkurrenzfähig und Platzhirsch Intel in einigen Teilbereichen sogar überlegen. Bislang äußerte sich Intel jedoch nicht öffentlich zur neuen Konkurrenzsituation. Auf der Citi Global Tech Conference in New York räumte Intel nun erstmals ein, in wichtigen Segmenten Marktanteile an AMD verloren zu haben . Gleichzeitig kündigte Intels Corporate Vice President Jason Grebe an, dass man künftig aggressiver an neuen Innovation arbeiten werde.

AMD nennt Intel zwar dabei immer noch nicht konkret als Ursache für die sinkenden Marktanteile, zwischen den Zeilen wird aber deutlich, dass AMD der derzeit größte Rivale für Intel ist. Für die neue Marktsituation macht Intel zudem die Versorgungsprobleme der letzten zwölf Monate verantwortlich. Durch Schwierigkeiten bei der Fertigung hätte man Verluste bei den Low-End-Mobile- und Desktop-Prozessoren hinnehmen müssen. Die Versorgungslage hätte sich aber mittlerweile gebessert, daher könne man auch in diesen Marktsegmenten wieder aggressiver auftreten. Intel hatte zuletzt Probleme beim Umstieg auf die Fertigung im 10-Nanometer-Verfahren. AMD stellt Ryzen 3000, die Server-Prozessoren Epyc Rome und auch die neuen Grafikkarten der RX-5700-Reihe schon im 7-Nanometer-Verfahren her.

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