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Intel muss Server-CPUs günstiger anbieten

16.09.2021 | 15:42 Uhr | Michael Söldner

Aufgrund der Konkurrenz durch AMD sieht sich Intel dazu gezwungen, seine Server-Prozessoren billiger zu machen.

Lange Zeit hatte Intel das Geschäft mit Server-CPUs fest in der Hand. In den meisten Rechenzentren weltweit arbeiteten Server mit Prozessoren von Intel. Seit einigen Jahren bietet jedoch auch Konkurrent AMD mit seinem Epyx-Prozessoren leistungsstarke Chips für Rechenzentren und Server an. Der Preiskampf sorgt nun offenbar dazu, dass Intel aufgrund verlorener Marktanteile seine Prozessoren günstiger anbieten muss. Die Branchenzeitung Digitimes aus Taiwan will von Planungen seitens Intel erfahren haben, die entsprechenden CPUs preiswerter anbieten zu wollen. AMD hätte weiterhin in den vergangenen Monaten große Kunden gewinnen können. So würden sich Amazon Web Services, Microsoft Azure und auch Google Cloud immer stärker für AMD-CPUs für Server interessieren. Alle drei Marktteilnehmer hätten Verträge mit AMD geschlossen, die die dritte Epyc-Generation umfassen. Mit Preissenkungen wolle Intel die verlorenen Kunden nun zurückgewinnen.

Auch wenn AMD derzeit nur knapp 10 Prozent der Server-Prozessoren stellt, sieht Intel offenbar eine immer größer werdende Konkurrenz in den Epyc-Chips. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 konnte AMD seinen Marktanteil von 5,8 Prozent auf 9,5 Prozent steigern. Im Gegenzug mußte Intel im gleichen Zeitraum eine Reduzierung des eigenen Marktanteils von 94,2 Prozent auf 90,5 Prozent hinnehmen. Da Rechenzentren meist für mehrere Jahre im Voraus planen, muss Intel entsprechend schnell reagieren, um das weitere Anwachsen des Marktanteils von AMD zu verhindern. Wie hoch diese Preissenkungen ausfallen könnten, bleibt noch offen. Intel hat die Gerüchte zudem noch nicht offiziell bestätigt.

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