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Intel arbeitet an Bitcoin-Miner namens Bonanza Mine

20.01.2022 | 15:45 Uhr | Michael Söldner

Intel will im Februar einen Mining-Chip vorstellen, der Bitcoins mit deutlich weniger Energie schürfen können soll.

Viele Kryptominer setzen beim Schürfen von Kryptowährungen auf leistungsfähige Grafikkarten. Diese eignen sich durch ihre Vielzahl an Kernen sehr gut für das Errechnen (Mining) der virtuellen Währungen. Noch effektiver lässt sich jedoch mit Spezialchips schürfen, diese werden jedoch nur von wenigen Unternehmen entwickelt. Nun stößt auch Intel in dieses Marktsegment vor: Der Konzern entwickelt nach Informationen unserer Kollegen von Heise.de mit Bonanza Mine eigene ASICs (anwendungsspezifische integrierte Schaltungen) zum Schürfen von Kryptowährungen.

Geringerer Stromverbrauch

Bei Bonanza Mine handle es sich Intel zufolge um einen energieeffizienten Bitcoin-Mining-ASIC, der mit einer extrem niedrigen Spannung auskommen soll. Auf der für Februar geplanten International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) will Intel in einer Live-Demo vorführen, welche Hash-Leistungen mit Bonanza Mine möglich werden.

Intel schürft Hoffnungen

Noch wird der Markt für dedizierte Mining-Hardware von dem chinesischen Hersteller Bitmain beherrscht. Die vertriebenen Antminer eignen sich zum Mining von Bitcoin deutlich besser und erreichen die Hash-Leistung Hunderter Grafikkarten. Inwieweit Intel mit seiner ersten Mining-Hardware zum Konkurrenten aufschließen kann, bleibt offen. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen von Intel bei der Chipentwicklung lässt sich dennoch auf ein Produkt hoffen, welches Bitcoin-Mining in Zukunft deutlich stromsparender machen könnte. Noch werden für die Blockchain-Validierung weltweit gigantische Energiemengen benötigt. In vielen Ländern ist das Schürfen als Reaktion auf den hohen Stromverbrauch schon verboten worden. Es bleibt abzuwarten, ob die neue Hardware von Intel hieran grundlegend etwas ändern kann.

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