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Intel Raptor Lake: Ebenfalls mit Big-Little-Konzept geplant?

10.06.2021 | 15:09 Uhr | Michael Söldner

Intel will möglicherweise nach Alder Lake mit Raptor Lake am Big-Little-Konzept festhalten, dann mit 16 kleinen Kernen.

Mit Alder Lake will Intel erstmals einen Prozessor mit großen und kleinen Kernen in die x86-Welt bringen. Das Hybrid-Konzept soll leistungsstarke Kerne für aufwändige Aufgaben bieten, gleichzeitig aber Hintergrundaufgaben an stromsparende Kerne abtreten. Dies soll eine lange Akkulaufzeit bzw. geringe Leistungsaufnahme bei hoher Performance erlauben. Angeblich will Intel dieses Big-Little-Konzept auch bei der erst im Mai geleakten Prozessorgeneration Raptor Lake verfolgen. Raptor Lake soll demnach 8 große und 16 kleine Kerne bieten. Der Youtube-Kanal Moore's Law is Dead rechnet damit, dass Intel für die großen Core-Kerne das gewohnte Performance-Update liefern möchte, die kleinen Kerne sollen hingegen weiter auf Gracemont basieren. 

Inwieweit Intel mit der doppelten Anzahl kleiner Kerne Erfolg am Markt haben wird, bleibt komplett offen. Zuerst muss Intel mit Alder Lake unter Beweis stellen, dass das Hybrid-Konzept in der Windows-Welt überhaupt aufgeht. Denn noch sind dafür große Änderungen am Task-Scheduler von Windows 10 nötig, die Microsoft im Rahmen eines großen Updates erst einspielen muss. Nur so kann das Hybrid-System von Intel seine Vorzüge bestmöglich ausspielen. Diese ersten Erfahrungen mit den auf Smartphones und Tablets schon lange etablierten System aus großen und kleinen Kernen kann Intel dann nutzen, um Raptor Lake für den Marktstart vorzubereiten. Damit ist allerdings nicht vor Ende 2022 zu rechnen. Sollte sich Alder Lake als Flop erweisen, müsste Intel aber noch eine Alternative in der Hinterhand haben, mit der die immer größer werdende Konkurrenz der Ryzen-CPUs von AMD gebrochen werden kann.

Alder Lake-S: Big-Little-Konzept mit bis zu 16 Kernen

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