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Intel-Grafikkarten sollen auch AMDs SAM unterstützen

05.07.2022 | 15:25 Uhr | Michael Söldner

In Systemen mit Ryzen-CPU sollen die neuen Intel-Grafikkarten die Speichertechnik Smart Access Memory ermöglichen.

Mit Smart Access Memory (SAM) hat Hersteller AMD im Herbst 2020 zusammen mit den hauseigenen RX-6000-Grafikkarten eine neue Funktion vorgestellt, die die Kommunikation zwischen Prozessor und Grafikkarte beschleunigen soll. Nvidia konterte wenig später mit einer ähnlichen Funktion namens Resizable BAR.

Arc unterstützt beide Techniken

Die bevorstehenden Grafikkarten von Intel werden wohl beide Techniken unterstützen. Resizable BAR werde voraussichtlich aber nur im Zusammenspiel mit bestimmten Intel-Prozessoren angeboten. Wer hingegen über einen Rechner mit Ryzen-CPU von AMD und ARC-GPU von Intel verfügt, könnte damit von der Speicherfunktion abgeschnitten werden. Nun wurde bekannt, dass Intel wohl doch eine Unterstützung von Ryzen-Prozessoren mit seinen Grafikkarten plant . Demnach werde Intel bei den Arc-Grafikkarten sowohl Resizable BAR von Nvidia als auch Smart Access Memory von AMD unterstützen. Dieser Support soll wohl schon zum Launch erfolgen. Intel plant jedoch eine gestaffelte Veröffentlichung seiner Grafikkarten.

Gretchenfrage der Performance

Wer sich also künftig für eine Grafikkarte von Intel entscheidet, muss hierfür nicht unbedingt über eine Intel-CPU verfügen, um die Vorteile einer schnelleren Datenübertragung nutzen zu können. Die Arc-GPUs sind somit kompatibel mit den Prozessoren von Intel und AMD. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Intel-Grafikkarten im direkten Vergleich zu den etablierten Modellen von AMD und Nvidia schlagen werden. Ohne Vorteile bei Performance oder Preis dürften die GPUs von Intel wohl nur wenige Käufer finden. Erfreulich ist, dass Intel einlenkt und auch die Technik des Konkurrenten AMD unterstützen möchte.

Intel zeigt erstmals Arc-Grafikkarte - so sieht sie aus

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