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Intel-CPUs durch Sicherheitsmaßnahmen langsamer als AMD

23.05.2019 | 15:15 Uhr | Michael Söldner

Der Schutz gegen Sicherheitslücken kostet bei Intel-CPUs deutlich mehr Leistung als bei AMD-Prozessoren.

Mit MDS (Microarchitectural Data Sampling) tauchten vor wenigen Tagen neue Sicherheitslücken auf, die ausschließlich Core-i-Prozessoren sowie die neue 9000er-Serie von Intel betreffen. Zwar stehen hier bereits Sicherheitsupdates zur Verfügung, diese sorgen jedoch für eine geringere Performance der CPUs. Laut Intel mache dies nur wenige Prozentpunkte aus. Die Tests der Webseite Phoronix zeichnen jedoch ein anderes Bild: Mit allen Sicherheitspatches fällt die Leistung der Intel-CPUs bis zu fünfmal weiter ab als bei AMD-Prozessoren. 

Konkret wurden die Intel-Prozessoren Core i7 6800K, i7 8700K und i9 7980XE mit AMDs Ryzen 2700X und Threadripper 2990WX verglichen. Während die AMD-CPUs durch Schutzmechanismen gegen Spectre lediglich drei Prozent an Leistung verlieren, kosten die Patches bei Intel-Prozessoren bis zu 16 Prozent Leistung. Apple und Google gehen in ihren Rechenzentren sogar einen Schritt weiter und deaktivieren teilweise Hyperthreading bei Intel-CPUs, um eine möglichst hohe Sicherheit zu garantieren. Dann fällt der Leistungsverlust mit 20 bis 25 Prozent aber noch höher aus. Möglicherweise könnte sich dieser Umstand für AMD positiv auswirken: Die in Kürze erwarteten Ryzen-3000-CPUs sollen deutlich mehr Leistung pro Takt bieten und gegen die Sicherheitslücken geschützt sein.

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