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Intel, BMW, Mobileye: Ab 2017 40 selbstfahrende Autos auf unseren Straßen

05.01.2017 | 14:57 Uhr |

BMW, Intel und Mobileye schicken noch dieses Jahr rund 40 autonom fahrende BMW 7er auf die Straße.

Die BMW Group, Intel und das israelische Unternehmen Mobileye haben auf der CES in Las Vegas bekannt gegeben, dass sie ab der zweiten Hälfte des Jahres 2017 gemeinsam rund 40 autonom fahrende BMW-Fahrzeuge auf der Straße erproben.

Bei den Testfahrzeugen handelt es sich um BMW 7er, also um ein Fahrzeug, das bereits standardmäßig viele technische Leckerbissen wie BMW Connected Drive und Wireless Carplay sowie ferngesteuerte Parken bietet. BMW erprobt zudem schon seit Jahren selbstfahrende Autos auf den Autobahnen. Ab 2017 sollen die autonomen BMW auch in der Innenstadt fahren. BMW errichtet zur Bündelung seiner Kompetenzen beim Thema selbstfahrendes Auto ein Zentrum in Unterschleißheim bei München.

Die Testfahrten der von BMW, Intel und Mobileye gemeinsam entwickelten autonomen Testfahrzeuge finden zu Beginn in den USA und Europa statt. „Das ist ein signifikanter Schritt hin zur Einführung des BMW iNEXT im Jahr 2021, der das erste autonome fahrende Fahrzeug der BMW Group sein wird“, sagte Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung.

Die Integration von iPhones in das Entertainment-Systems eines Autos funktioniert dank Apple Wireless CarPlay jetzt auch kabellos. Bisher gibt es die Technologie allerdings nur bei BMW. Mehr Infos zu Wireless CarPlay erhalten Sie in diesem Video.

Die Unternehmen haben eigenen Angaben zufolge eine skalierbare Architektur entwickelt, die von anderen Herstellern und Entwicklern adaptiert werden kann, um eigene Designoptionen zu verfolgen und damit eine markenspezifische Differenzierung zu ermöglichen. Die Angebote reichen von einzelnen integrierten Schlüsselmodulen bis hin zu einer vollständigen end-to-end-Lösung.

Per Sprachsteuerung einen Kontakt aus seinem Telefonverzeichnis anrufen, im Internet nach dem nächsten Restaurant suchen und sich vom Navigationsgerät direkt dorthin lotsen lassen. Diese und andere Online-Anwendungen bietet BMW unter der Bezeichnung ConnectedDrive an. Wie gut die einzelnen Funktionen und deren Verknüpfung miteinander wirklich sind, haben wir im neuen BMW 740d xDrive ausprobiert.

Als Teil dieser Partnerschaft wird die BMW Group zuständig sein für die Themen Dynamik und Driving Control sowie die Auswertung der funktionalen Sicherheit inklusive dem Aufbau einer High Performance Simulation. Hinzukommen die Integration der Komponenten sowie die Produktion der Prototypen und schließlich die Skalierung der Plattform über entsprechende Partner. Intel bringt High Performance Computing Elemente in die Partnerschaft ein, die vom Fahrzeug bis in das Rechenzentrum reichen. Mobileye wiederum steuert seine patentrechtlich geschützten EyeQ®5 High Performance Computer Vision Prozessor bei. Der EyeQ®5 ist verantwortlich für das Prozessieren und die Interpretation des Inputs aus der 360-Grad Surround View Sensorik sowie für die Lokalisierung. EyeQ®5 stellt in Verbindung mit Intel CPU und FPGA Technologien die zentrale Computing Plattform dar, die in jedes Fahrzeug integriert wird.

Bei einigen neueren BMW-Modellen gibt's als Zusatzausstattung den Parkassistent Plus, durch den der Fahrer, ohne am Steuer zu sitzen, den Wagen einparken lassen kann. Allerdings eignet sich sich die Funktion nur für bestimmte Parklücken. Mehr Infos zum Einparken per Fernbedienung erhalten Sie in diesem Video.

Die BMW Group und Mobileye wollen entsprechende Lösungen für den Bereich Sensor Fusion entwickeln, um ein vollständiges Umfeldmodell der Fahrzeugumgebung aus dem Input von Kamera-, Radar- und Lidar-Sensorik zu erstellen. Zudem soll eine Driving Policy etabliert werden, bei der Mobileye Reinforcement-Learning Algorithmen dazu dienen, das Fahrzeug-System mit einer künstlichen Intelligenz auszustatten, die notwendig ist, um sich sicher durch komplexe Verkehrssituationen zu bewegen.

Hände weg vom Lenkrad und sich auf der Autobahn entspannt zurücklehnen. An genau dieser Technologie, dem sogenannten hochautomatisierten Fahren, forscht derzeit BMW. Wie weit diese Forschung bereits ist, haben wir uns auf einer Testfahrt über die A9 und die A92 zum Münchner Flughafen angeschaut. Die Technik übernahm auf dieser Strecke komplett das Ruder, fuhr eigenständig geradeaus, überholte und brachte uns sicher ans Ziel. Einen genauen Einblick in die Technik des hochautomatisierten Fahrens bekommen Sie in diesem Video.

Um die Entwicklung der Plattform für das autonome Fahren weiter anzutreiben, planen die Partner, in den kommenden Jahren Hardwareproben und Softwareupdates zu veröffentlichen. Der BMW iNEXT, der 2021 in den Markt eingeführt werden soll, soll die Basis für die Strategie zum autonomen Fahren der BMW Group darstellen. Anschließend will BMW ein breites Angebot an hochautomatisierten Modellen von allen Marken der BMW Group folgen lassen

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