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Instagram-Ansturm führt zu Verkehrs-Kollaps

20.03.2019 | 15:45 Uhr | Denise Bergert

Der Ansturm auf die diesjährige Wildmohn-Blüte bringt die kalifornische Stadt Lake Elsinore fast zum Zusammenbruch.

In diesem Jahr blüht der Goldmohn im Walker Canyon in der Nähe von San Francisco besonders üppig. Das lockt tausende Besucher an, die einen Selfie inmitten des orangefarbenen Blütenmeeres machen wollen. Allein in der Foto-Community Instagram liefert der Hashtag #superbloom aktuell mehr als 100.000 Ergebnisse.

Die kleine Stadt Lake Elsinore ist meist Ausgangspunkt für Wanderungen in den Walker Canyon. Der Foto-Spot mit seinen Wildmohn-Blüten hat sich blitzschnell herumgesprochen. Angestachelt von den Bildern der Instagram-Influencer pilgern immer mehr Menschen nach Lake Elsinore, um sich mit den orangefarbenen Blüten zu verewigen – mit Selfie-Sticks bewaffnete Touristen, Hobby-Fotografen und Amateure mit Ausrüstungskoffer und Model.

Die mediale Aufmerksamkeit bringt jedoch nicht nur Touristen in den Canyon, sondern bringt das Städten Lake Elsinore an den Rand des Zusammenbruchs. Am vergangenen Wochenende reisten so viele Besucher an, dass die Straßen in der Stadt und um am Canyon teilweise komplett verstopft waren. Das veranlasste die Gemeinde in dieser Woche zu einem ungewöhnlichen Schritt: Der Zugang zum Canyon wurde kurzerhand für Besucher komplett geschlossen . Nach der so genannten SuperBloom Apopplypse sollen die Touristen-Massen nun künftig geregelter durch die Stadt geleitet werden. 

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