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Inkasso-Abzocke: Gratis-Online-Tool prüft Inkasso-Forderungen

18.12.2019 | 13:09 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Aktuell kursiert eine Abzockmasche von einem angeblichen Inkasso-Unternehmen. Mit einem Gratis-Webtool prüfen Sie Inkasso-Forderungen sofort.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. warnt vor einer aktuellen Abzockmasche durch die Proex Inkasso GmbH. Demnach erhalten derzeit besonders in Schleswig-Holstein viele Menschen Briefe von einer Proex Inkasso GmbH, in denen Proex „mehrere hundert Euro“ verlangt. Für einen angeblichen Dienstleistungsvertrag mit Anbietern von Gewinnspielen. Aber auch aus Niedersachsen und aus Mecklenburg-Vorpommern melden sich Betroffene.

Die angeschriebenen Verbraucher sollen sich angeblich telefonisch bei „Top 100 Gewinnspiele / Eurojackpot 49“ angemeldet haben, wie die Verbraucherschützer erklären. „Sie haben der kostenpflichtigen Dienstleistung mit Ihren persönlichen Daten zugestimmt und den Betrag für die Dienstleistung unseres Mandanten bis heute nicht beglichen“, heißt es in den von den Verbraucherschützern zitierten Mahnschreiben. Danach folgen die Forderungsposten und Mahnkosten, insgesamt mehrere hundert Euro. Die Empfänger sollen den Betrag auf ein Konto mit einer französischen IBAN überweisen. Proex Inkasso droht zudem: „Ihr Konto wird in Kürze gesperrt. Sie haben dann keine Zugriffsmöglichkeit mehr.“ Als Absender des Schreibens ist „Dr. Michael Kunt, Rechtsanwalt“ angegeben.

Die Verbraucherschützer raten: Ignorieren Sie die Forderungen. Dr. Boris Wita, Referent für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein: „Die Proex Inkasso GmbH ist nicht beim Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen gelistet.“ Außerdem würden die Kontoverbindung im Ausland sowie viele Rechtschreibfehler in dem Schreiben darauf hindeuten, dass keine berechtigte Forderung dahinterstecke.

Die Verbraucherschützer stellen hier ein kostenloses Online-Tool zur Verfügung, mit dem Sie Inkasso-Forderungen auf deren Plausibilität prüfen können. Wenn Sie die dort genannten Fragen zu Ihren Unterlagen beantworten, dann erhalten Sie eine kurze rechtliche Ersteinschätzung und bei Bedarf einen Musterbrief an das Inkasso-Unternehmen, mit dem Sie der Forderung widersprechen können.

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