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ISS verliert Luft: Leck immer noch nicht geschlossen

01.10.2020 | 12:37 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Astronauten konnte das Leck auf der ISS jetzt auf das russische Modul eingrenzen. Doch die undichte Stelle ist immer noch nicht genau lokalisiert und auch noch nicht abgedichtet. Die Suche geht also weiter.

Die NASA konnte nach langer Suche das Leck auf der Internationalen Raumstation ISS jetzt zumindest eingrenzen. Geschlossen ist die undichte Stelle auf der ISS aber noch nicht.

Bereits Ende 2019 hatten die Besatzung der ISS sowie die NASA bemerkt, dass es auf der Raumstation eine undichte Stelle geben muss, aus der Luft von der Raumstation ins Weltall entweichen kann. Zwar verursacht das Leck keinen dramatischen Druckabfall, aber wenn man in einer derart lebensfeindlichen Umgebung wie dem Weltall unterwegs ist, dann ist jedes noch so kleine Leck bedenklich. Zuletzt schien das Leck größer geworden zu sein. Also machte sich die Besatzung zusammen mit NASA und der russischen Raumfahrtorganisation Roskosmos auf die Suche. 

Die Besatzungsmitglieder führten eine Serie von Tests durch. Die Besatzung suchte unter anderem mit Hilfe eines Ultraschallgeräts nach der undichten Stelle. Dabei wurden immer wieder Luken geschlossen, um den Luftdruck in den einzelnen Abschnitten der ISS kontrollieren und so das Leck eingrenzen zu können. Bei der Suche wurden alle Abschnitte der ISS durchsucht, also der US-Abschnitt, der europäische, der japanische und der russische.

Im gelb markierten "Zvezda Service Module" befindet sich die undichte Stelle.
Vergrößern Im gelb markierten "Zvezda Service Module" befindet sich die undichte Stelle.
© NASA

Zuletzt konzentrierte sich die Suche dann auf das russische Zvezda Service Module - dort soll sich nach aktuellem Stand das Leck befinden. In diesem Modul befinden sich sowohl Aufenthaltsräume als auch Kommunikation- und Antriebsinstrumente.

Die NASA betont nach wie vor, dass von dem Leck keine unmittelbare Gefahr für die Besatzung ausgeht. Die Besatzung geht mittlerweile wieder ihrer gewohnten Arbeit nach.

Damit wissen die Astronauten nun also, in welchem Abschnitt sich die undichte Stelle befindet. Die genau Position kennt allerdings noch niemand. Diese muss erst mit weiteren Tests ermittelt werden.

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