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IG Metall: Es ginge auch anders

07.03.2003 | 14:05 Uhr |

Aus Sicht der Arbeitnehmervertretung hätte der geplante Stellenabbau durchaus sozial- und geschäftsverträglich stattfinden können. Das HP-Management sei aber zu keiner Zeit bereit gewesen, über Alternativen wie Arbeitszeitverkürzung à la Siemens und Oracle auch nur nachzudenken. Die IG Metall mutmaßt darob, die Geschäftsleitung wolle ein "Exempel statuieren und der HP-Belegschaft zeigen was passiert, wen Menschen sich dem Willen des Managements widersetzen". HP habe in der Vergangenheit alles getan, um gewerkschaftsfrei zu sein, habe sich aber mit der Compaq-Übernahme Hunderte wohl organisierter Mitarbeiter eingehandelt.

"Offensichtlich befürchtet das HP-Management, dass dieser Virus auf die HP-Belegschaft übergreift", erklärte Uwe Meinhardt, der für die Metaller im HP-Aufsichtsrat sitzt. "Mit dem jetzt geplanten Vorgehen ist das HP-Management endgültig Opfer seiner geradezu paranoiden Gewerkschaftsangst geworden." Wer Gewerktschaftsfreiheit über den Geschäftserfolg stelle, so Meinhardt, der gefährde langfristig alle Arbeitsplätze im Unternehmen.

Betriebsräte und Gewerkschaft würden in den nächsten Tagen beraten, wie sie gegen die Planungen des Managements vorgehen können, heißt es weiter. Auf keinen Fall werde man die "Wahnsinnspläne" widerstandslos hinnehmen.

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