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IBM weist Anschuldigungen zurück

11.06.2003 | 11:40 Uhr | Markus Pilzweger,

IBM hat unterdessen jegliche Anschuldungen zurückgewiesen. Open-Source-Befürworter sagten, die Beweislast liege jetzt bei SCO. Das Unternehmen müsse nun zweifelsfrei darlegen, dass Linux-Entwickler den Code kopiert haben - und nicht umgekehrt. "Einen Aspekt, der auf alle Fälle im Laufe des Gerichtsverfahren zur Sprache kommen wird, ist die Frage: In welche Richtung wurde denn nun kopiert?", so der Open-Source-Verfechter Eric Raymond. Die Tatsache, dass SCO immer wieder aktiv einen Beitrag zum Linux-Kernel geliefert hat, erschwere die Umstände für das Unternehmen, so Raymond. "Die Beweislast liegt auf SCO. Es muss bewiesen werden, dass die Übertragung vom System V zu IBM und dann zu Linux erfolgte und nicht von System V zu SCOs eigenen Kernel-Entwicklern und dann zu Linux", sagte Raymond.

Open-Source-Befürworter sind im Übrigen kaum überrascht, dass sich der Code von Linux und System V ähnelt, da beide Teile des Berkeley Software Distribution (BSD) Code-Bases beinhalten. "Es ist einfach Fakt, dass Unix viel BSD-Code enthält und dass Linux ebenfalls etwas von diesem Code enthält. Folglich werden einige Zeilen von Code identisch sein", erklärte Linux-Erfinder Linus Torvalds in einem Mail-Interview.

SCO habe Torvalds das Angebot unterbreitet, den fraglichen Code näher unter die Lupe zu nehmen. Allerdings habe dieser das Angebot ausgeschlagen, sagte Sontag.

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