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IBM entlässt tausende Mitarbeiter während der Coronakrise

25.05.2020 | 11:20 Uhr | René Resch

Einem Bericht zufolge hat das Unternehmen IBM wohl tausende Mitarbeiter aufgrund der Coronakrise entlassen.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge soll IBM eine unbestimmte Zahl an Arbeitnehmern in fünf Bundesstaaten in den USA entlassen haben. Laut Aussagen von Betroffenen soll es sich dabei um tausende Mitarbeiter handeln. IBM gab zur Anzahl der entlassenen Mitarbeiter keine Stellungnahme ab, es scheint sich allerdings tatsächlich um eine weitreichende Maßnahme zu handeln.

„IBMs Arbeit in einem hart umkämpften Markt benötigt ein gewisses Maß an Flexibilität, um unsere Belegschaft ständig um hochqualifizierte Fähigkeiten zu ergänzen. Unter der Berücksichtigung des gegenwärtigen Marktumfeldes sind unsere Personalentscheidungen immer an das Interesse einer langfristigen Erhaltung und Stabilität des Unternehmens geknüpft. In Anbetracht der aktuellen außergewöhnlichen und schwierigen Lage, die diese Geschäftsentscheidung für einige unserer Mitarbeiter mit sich bringen kann, bietet IBM allen betroffenen US-Mitarbeitern bis Juni 2021 eine subventionierte medizinische Versorgung an“ , sagte der Unternehmenssprecher Ed Barbin am Donnerstag in einer Erklärung.

Tausende Mitarbeiter betroffen

Ein aus dem Bundesstaat North Carolina stammender Mitarbeiter gab dabei an, dass es sich bei der Zahl der betroffenen Mitarbeiter wohl um tausende handeln müsse. Seine Vermutung stamme aus einer Überprüfung der internen Slack-Kommunikation. Gehaltsstufen, Alter, Erfahrung sollen bei den Entlassungen dabei keine Rolle gespielt haben. Neben North Carolina sollen auch Mitarbeiter aus Kalifornien, Pennsylvania, Missouri und New York, dem Hauptsitz von IBM, betroffen sein.

Ob es sich bei den Entlassungen letztendlich um eine spezielle Maßnahme aufgrund der Coronakrise handelte, ließ IBM offen. Das Unternehmen leidet jedoch schon seit Jahren an sinkenden Einnahmen. Bereits im Januar 2020 hatte IBM eine Kostensenkung durch „aggressive strukturelle Maßnahmen“ angekündigt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Beratungseinheit Global Technology Services, die etwa ein Drittel des Umsatzes ausmacht, zu erhalten.

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