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Hugendubel und Weltbild Plus suchen IT-Synergien

22.08.2006 | 12:06 Uhr | Christian Löbering

In puncto IT hinkt der Buchhandel laut Würtz immer ein paar Jahre hinter der Industrie her. So habe sich die Branche erst kürzlich auf die Verwendung des Dokumentenstandards XML (Extended Markup Language) geeinigt. Damit sei es endlich möglich, Katalogdaten direkt in die Datenbank zu parsen, anstatt über ein zeitraubendes Entladeprogramm von der CD zu holen. Darüber hinaus warte die ISBN-Nummerierung derzeit noch auf ihre Ablösung durch eine eindeutige, 13-stellige EAN-Kennzeichnung.

Die Homogenisierung des elektronischen Artikelbestands gehört zu den ersten Aufgaben, die sich Paragon im Rahmen der erweiterten Firmenpartnerschaft gestellt hat. Proprietäre Artikelstämme und eine individuelle Auswertung der Verkäufe verbrauchen Ressourcen, die dann beispielsweise für den Filialausbau fehlen. Zudem verhindern sie, dass sich die angeschlossenen Subsysteme einheitlich steuern lassen.

Zudem wird Paragon künftig auch die Systeme der angeschlossenen Buchhandlungen in seinen beiden Rechenzentren hosten. Inwieweit die einzelnen Unternehmen noch eine eigene "Turnschuh-DV" für den First-Level-Support unterhalten werden, vermag Würtz derzeit nicht abzuschätzen. Eine Prognose über die via IT-Zentralisierung möglichen Einsparungen will der Paragon-Geschäftsführer auch noch nicht abgeben. Es handle sich dabei ohnehin um einen "längerfristigen Aspekt". (qua)

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