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Hürden für den Wohnzimmer-PC

23.09.2005 | 19:02 Uhr |

Hürden für den Wohnzimmer-PC

Media-Center-PCs weisen allerdings noch eine ganze Reihe von Schwachpunkten auf. So hilft die einfache Oberfläche nur bei der TV und Mediennutzung weiter; oftmals muss der Anwender zur wenig wohnzimmertauglichen Windows-Oberfläche zurückkehren. Auch bei der Bildausgabe sind die PCs wählerisch: Optimale Ergebnisse erhält nur, wer einen Projektor, Plasma-Bildschirm oder ein LC-Display über VGA oder DVI ansteuert. Die Video-Ausgänge zur Verbindung mit einem Fernseher erreichen nicht das Niveau herkömmlicher AV-Komponenten. Funktional müssen die Multimedia-Oberflächen weiter zulegen. Ein Beispiel: Videoschnitt ist für einen PC oder DVD-Recorder längst Alltagsaufgabe. Die TV-gerechten Oberflächen für den Rechner beherrschen jedoch keinen Videoschnitt.

Neue Medienempfänger

Die Kluft zwischen herkömmlichem PC und Wohnzimmer-Rechner überwinden Media- Receiver. Eine praktische Erfindung, schließlich ist der Computer neben dem Fernseher nicht jedermanns Sache. Den einen stört die Optik, den anderen die Kosten. Warum also nicht einen bereits vorhandenen Rechner – etwa im Arbeitszimmer – zum Medienlieferanten aufrüsten? Die Daten werden mittels Set-Top-Box angefordert und in der Wohnung verteilt. Ein Empfänger im Wohnzimmer, der zweite in der Küche und einer beim Nachwuchs im Jugendzimmer. Auf diese Weise können alle im Haushalt auf ihre Filme und Audio-Files zugreifen. Das Funktionsprinzip ist bei allen Media-Receivern identisch: Ein Server-Programm auf dem PC katalogisiert Musik, Filme und Fotos. Die Set-Top-Box nimmt via Netzwerkverbindung Kontakt zum Rechner auf. Das erfolgt entweder per Kabel, Funk oder bei Packard- Bell – ganz innovativ – über die Stromleitung. Per Fernbedienung wandert der Nutzer anschließend durch die Medienbibliothek und sucht die gewünschten Daten. Die Set- op-Box fordert sie an, der Rechner liefert – und der Inhalt erscheint. Die Geräteauswahl für die Übertragung von Audiosignalen ist für eine vergleichsweise junge Technik wie die Media-Receiver bereits enorm. Mehr als ein Dutzend Lösungen sind erhältlich. Die preisgünstigsten kosten rund 100 Euro. Wer zusätzlich Fotos und Videos übertragen möchte, muss mindestens 200 Euro investieren. Noch mehr Geräte erscheinen Mitte 2005 im Rahmen der Media-Extender- Produkte in Deutschland. Dabei handelt es sich um spezielle Media-Receiver, die von verschiedenen Herstellern für die Zusammenarbeit mit der Microsoft Media Center Edition angeboten werden.

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