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"Hühnchenbrust" auf dem Index

27.03.2002 | 11:34 Uhr |

Ein anderer "Klassiker" in der langen Liste der Fehlschläge sind Filterprogramme, die den Zugriff auf Websites mit Kochrezepten verwehren. Der Grund: Auf diesen Seiten ist von "Hühnerbrüsten" die Rede. Da schlägt jeder Zensor sofort Alarm, schließlich kann man mit "Hühnerbrust" nicht nur eine für kulinarische Zwecke besonders geeignete Körperpartie von gefiederten Kleintier bezeichnen, sondern auch umgangssprachlich die entsprechenden Stellen am menschlichen Körper.

Trotz der oben geschilderten Filtermethoden rutschen viele Websites mit pornografischen und rassistischen Inhalten durch den Raster, nach den Verfassern der Studie teilweise bis zu 50 Prozent der eigentlich zu sperrenden Seiten. Nur ein Filterkriterium scheint tatsächlich einigermaßen zuverlässig zu funktionieren: Eine Liste mit einer Auswahl von Seiten, die ein Benutzer ausdrücklich besuchen darf ("white lists"). Das Erstellen dieser Listen und deren regelmäßige Updates sind jedoch zeitaufwendig. Doch selbst diese Methode arbeitet nicht immer zuverlässig und blockiert oftmals zu viele Seiten.

Hat Zweifel: ABA Chairman, Professor David Flint

"Diese (Filter)-Software ist kein Ersatz für eine gute Erziehung durch die Eltern" meint deshalb Professor David Flint, Vorsitzender der Australian Broadcasting Authority (ABA).

Den vollständigen englischsprachigen Report finden Sie hier.

Schulkinder ausspioniert (PC-WELT Online, 23.02.2001)

Netzfilter oft wirkungslos (PC-WELT Online, 16.02.2001)

Filterkiller gratis (PC-WELT Onlione, 20.12.2000)

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