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Huaweis HarmonyOS ab 2021 auf Smartphones

10.09.2020 | 13:49 Uhr | René Resch

Kann Huawei mit dem eigenen Betriebssystem gegen Android bestehen? Antworten darauf erhalten wir wohl ab 2021.

Huawei hat offiziell die zweite Version seinen hauseigenen mobilen Betriebssystem HarmonyOS bekanntgegeben und über Pläne berichtet, es auf eine breitere Palette an Geräten, einschließlich Smartphones zu bringen. Dieses soll dann ab 2021 auf den Huawei-Geräten arbeiten. Das gab Richard Yu, Consumer-Business CEO bei Huawei auf einer Entwicklerkonferenz in Shenzhen in China bekannt, berichtete The Verge.

Da Huawei durch die andauernden Sanktionen durch die USA ohnehin von sämtlichen Google-Diensten abgeschnitten ist, spricht daher auch nicht viel dagegen gleich komplett auf sein eigenes OS zu konzentrieren und sich von Android abzukoppeln.

HarmonyOS 2.0: Letztes Bollwerk gegen US-Sanktionen?

Huawei stellt den Entwicklern ab sofort dazu eine Betaversion des HarmonyOS 2.0 SDK für Smartwatches, TVs und Auto-Geräten zur Verfügung. Die Smartphone-Version des SDKs soll dann im Dezember 2020 folgen. Yu deutete dazu an, dass Smartphones schon mit dem neuen HarmonyOS schon ab 2021 erscheinen könnten. Zudem stellt Huawei mit OpenHarmony eine Open-Source-Variante des Betriebssystems bereit, dass ähnlich wie die AOSP-Version von Android funktioniert. Die Version unterstützt allerdings aktuell nur 128 MB Arbeitsspeicher und wird erst ab April 2021 auf ein 4-GB-Limit angehoben werden. Aufgehoben wird das Limit ab Oktober 2021.

HarmonyOS ist für Huawei von strategischer Wichtigkeit. Falls die Sanktionen weiterhin bestehen bleiben, kann das Betriebssystem Huaweis letztes Bollwerk sein, um das Smartphone-Geschäft am Leben zu halten. Huawei ist derzeit gezwungen, seine Android-basierten Handys ohne Google-Dienste auszuliefern.

Trotz HarmonyOS: Huawei vor Ausstieg aus dem Smartphone-Markt?

Wie wir bereits berichteten, droht dem chinesischen Unternehmen nach bereits monatelangem US-Embargo langsam die Luft auszugehen und warnte Zulieferer bereits vor einem möglichen Ausstieg aus dem Smartphone-Markt. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel hier:


 

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