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Huawei wehrt sich: US-Regierung lügt

13.02.2020 | 11:36 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Huwaei wehrt sich entschieden gegen die neuen Vorwürfe der US-Regierung über angebliche Backdoors in den Netzwerken.

In einer offiziellen Stellungnahme hat Huawei nun vehement die Berichte dementiert, laut denen das chinesische Unternehmen in allen von Huawei beitrag_id link 2486954 installierten Mobilfunknetzen Backdoors nutzen könne, um sich einen Zugriff auf die übertragenen Informationen zu verschaffen. Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass die US-Behörden im Jahr 2009 darauf aufmerksam geworden seien, dass Huawei solche Hintertüren nutze. Die US-Regierung habe den Regierungen in Großbritannien und Deutschland Ende des Jahres entsprechende Beweise übermittelt.

In der Stellungnahme von Huawei heißt es: " Das Wall Street Journal ist sich zweifelsfrei bewusst, dass die US-Regierung keine Beweise zur Untermauerung ihrer Behauptungen vorlegen kann, und dennoch hat die Zeitung sich entschieden, die Lügen zu wiederholen, die von US-Regierungsvertretern verbreitet werden. Dies spiegelt die Voreingenommenheit des Wall Street Journal gegenüber Huawei wider und untergräbt seine Glaubwürdigkeit."

Alle Behauptungen der USA darüber, dass Huawei technische Schnittstellen zur rechtmäßigen Überwachung nutze, seien "nichts weiter als der Versuch einer Verschleierung" seitens der USA. Diese Behauptungen, so Huawei weiter, würden jeder allgemein akzeptierter Logik im Bereich der Cybersicherheit widersprechen.

Huawei kontert mit den Worten: "Wie die Snowden-Leaks bewiesen haben, haben die Vereinigten Staaten weltweit verdeckt auf Telekommunikationsnetze zugegriffen und andere Länder seit geraumer Zeit ausspioniert. Der Bericht der Washington Post von dieser Woche darüber, wie die CIA jahrzehntelang ein Verschlüsselungsunternehmen zur Bespitzelung anderer Länder eingesetzt hat, ist ein weiterer Beweis dafür."

In der Stellungnahme weist Huawei auch darauf hin, dass für die tatsächliche Verwaltung und Nutzung der rechtmäßigen Abhörschnittstellen ausschließlich die Netzbetreiber und zuständigen Behörden verantwortlich seien. Solche Schnittstellen würden sich zudem in geschützten Räumlichkeiten der Netzbetreiber befinden, die von Mitarbeitern betrieben werden, die von den Behörden in den jeweiligen Ländern überwacht werden. Das Unternehmen betont: "Huawei selbst hat keinen Zugang zu den Schnittstellen, dieser erfolgt über Systeme von Drittanbietern unter vollständiger Kontrolle der Netzbetreiber. Huawei liefert keines dieser Drittsysteme an Netzbetreiber in Deutschland, diese werden von anderen Zulieferern bereitgestellt."

US-Vorwurf: Huawei nutzt Backdoors in Mobilfunknetzen

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