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Huawei: Japanische Firmen unterstützen US-Sanktionen

24.05.2019 | 16:35 Uhr | Michael Söldner

Die US-Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller Huawei werden nun auch von japanischen Firmen unterstützt.

Nachdem Google, ARM und viele weitere Firmen dem chinesischen Huawei-Konzern aufgrund der US-Sanktionen den Zugang zu wichtigen Technologien wie Android oder Prozessor-Designs entzogen haben, folgt nun auch Japan: Der Elektronik-Konzern Panasonic will die Lieferung von Bauteilen an den Netzausrüster und Smartphone-Hersteller einstellen . Gleichzeitig stellt Panasonic auch die Belieferung von 68 Huawei-Tochterfirmen ein. Welche Produkte im Einzelnen betroffen sind, werde derzeit noch geprüft. 

Im Jahr 2018 wurden von Huawei Komponenten im Wert von sechs Milliarden US-Dollar aus Japan importiert. Die japanischen Mobilfunk-Betreiber haben den Verkauf neuer Huawei-Geräte eingestellt oder nehmen keine Aufträge mehr an. Hier dürfte auch die Angst davor mitspielen, dass die Smartphones ohne offizielle Android-Unterstützung durch Google für Kunden zum Ärgernis werden. Der Huawei-Manager Hu Houkun sieht die Aktionen der US-Regierung als unfair an. Gleichzeitig lobte er das Verhalten von Deutschland und anderen EU-Staaten, die sich den US-Vorgaben widersetzen. Die chinesische Regierung bezeichnete das Vorgehen der USA sogar als „Mobbing“. Man werde weiter wachsen und sich entwickeln, um auf den Handelskrieg zu reagieren. Man sei aber weiterhin offen für einen Dialog, wenn dieser aufrichtig geführt werde.

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