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Polizei warnt: Hoverboard fahren kann Straftat sein

22.12.2016 | 09:58 Uhr |

Wer mit dem Hoverboard auf der Straße fährt, begeht unter Umständen eine Straftat. Und ist ohne Versicherung unterwegs. Selbst auf Fußgänger- und Radwegen lauern juristische Gefahren.

Die Münchner Polizei hat ausdrücklich darauf hingewiesen , dass der Betrieb von Hoverboards/Hyperboards, elektronischen Einrädern und Segways, die mindestens 6 km/h schnell fahren, auf öffentlichen Wegen nicht ohne weiteres möglich ist und umfangreiche gesetzliche Bestimmungen zu beachten sind. Verstöße können als Ordnungswidrigkeiten und Straftaten gewertet werden. Es besteht für derartige Fahrzeuge eine Zulassungspflicht, es muss ein gültiges Versicherungskennzeichen angebracht werden, somit also eine Haftpflichtversicherung bestehen, und eine Fahrerlaubnis vorliegen.

War in Zusammenhang mit Hoverboards von Gefahren die Rede, dann dachte man bisher eher an Explosionen und Brände. Doch der ADAC warnte bereits vor einiger Zeit den juristischen und finanziellen Folgen, die durch Hoverboards verursachte werden können. Wer nämlich mit einem Hoverboard auf öffentlichen Straßen oder Geh- oder Radwegen unterwegs ist, begeht eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat. Und muss Schäden aus der eigenen Tasche bezahlen, wie der ADAC ausführt.

Ordnungswidrigkeit oder Straftat

Laut ADAC dürfen Hoverboards alias Self-Balancing-Scooter alias Elektro-Roller nicht auf öffentlichen Straßen und Geh- oder Radwegen benutzt werden. Wer dagegen verstoße, begehe je nach Einzelfall eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat: Wegen des Fahrens ohne Versicherungsschutz und/oder ohne Fahrerlaubnis. Da Hoverboards motorisiert sind und schneller als 6 km/h fahren können, gelten sie laut ADAC rechtlich als Kraftfahrzeuge.

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Nur im „abgegrenzten nichtöffentlichen Verkehr“, also auf Privatgelände, sei dem ADAC zufolge der Betrieb von Hoverboards erlaubt.

Für die Fahrt auf der Straße müsste für Hoverboards also eine Zulassung vorliegen. Diese gebe es jedoch in der Regel nicht, weil das Gerät konstruktionsbedingt die dafür notwendigen Anforderungen etwa an Lenkung und Bremsen nicht erfüllen könne, wie der ADAC ausführt.

Versicherung und Fahrerlaubnis

Zudem müssten Scooter für den öffentlichen Verkehr haftpflichtversichert werden. Eine entsprechende Versicherung wird jedoch laut ADAC nicht angeboten. Ebenso bräuchte man laut ADAC für eine legale Nutzung im öffentlichen Verkehr eine entsprechende Fahrerlaubnis.

Wer das Hoverboard in den zulässigen Grenzen nutzen will, sollten prüfen, ob er dabei über eine Privathaftpflichtversicherung abgesichert ist. Besteht kein Versicherungsschutz, muss ein verschuldeter Schaden aus der eigenen Tasche erstattet werden.

Tipp: Sie können sich durchaus zu Weihnachten ein Hoverboard kaufen. Aber benutzen Sie es ausschließlich auf Privatgelände! Und nie auf öffentlichen Straßen oder Gehwegen oder Radwegen!

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