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Hohe Bußgelder durch unerlaubte Telefonwerbung

15.01.2020 | 15:29 Uhr | Michael Söldner

Die Bundesnetzagentur hat im Jahr 2019 Bußgelder von 1,3 Millionen Euro wegen unerlaubter Telefonwerbung verhängt.

Eigentlich ist unerwünschte Telefonwerbung durch den Gesetzgeber verboten. Für die Einhaltung dieser Vorgabe ist die Bundesnetzagentur zuständig. Die Behörde sah sich im Jahr 2019 mit 57.648 schriftlichen Beschwerden konfrontiert, in denen sich Bürger durch unerlaubte Telefonwerbung belästigt fühlten. Im Vorjahr lag die Anzahl der Beschwerden mit 62.000 zwar noch höher, dennoch sei unerlaubte Telefonwerbung laut Bundesnetzagentur weiterhin ein massives Problem. Als Reaktion wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt 1,3 Millionen Euro verhängt. Im Vorjahr waren es noch 1,1 Millionen Euro.

Sky Deutschland musste dabei eine besonders hohe Strafe verkraften: Die Bundesnetzagentur verhängte ein Bußgeld von 250.000 Euro. Obwohl der Pay-TV-Anbieter schon in der Vergangenheit durch die Behörde abgestraft wurde, setzte der Konzern weiterhin auf unerlaubte Anrufe von Verbrauchern. Gegen die Strafe hat Sky nun Berufung eingelegt. Noch höher fiel die Strafe gegen den Energie-Anbieter Innogy aus: Der Versuch, Kunden in aggressiver Weise Stromverträge über Call-Center zu verkaufen, resultierte in einer Geldbuße in Höhe von 275.000 Euro. Die Werbung per Telefon ist Deutschland klar geregelt: Ohne vorherige Einwilligung ist ein Anruf zu Werbezwecken verboten. 

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