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Hintergrund: So entsteht Ihre Rechnung

Dennis Knake von QSC beschreibt das Verfahren der Traffic-Ermittlung so: "Wählt sich ein Kunde mit seinem PC in das QSC-Netzwerk ein, so sendet er zunächst seine Zugangsdaten, also Benutzername und Passwort, an den PPP-Server, der diese Daten entgegennimmt und an den Radius-Server zur Überprüfung weiterleitet. PPP steht für "Punkt-zu-Punkt-Protokoll" und ist ein Protokoll zum Verbindungsaufbau über Wählleitungen. Radius steht für "Remote Authentification Dial-In User Service". Das Protokoll dient zur Authentifizierung von Nutzern in Computernetzwerken. Stimmen alle Daten überein, öffnet der PPP-Server das »Tor« und der Kunde ist online"

Die eigentlichen Trafficdaten würden in Logdateien gespeichert, so Knake weiter. Dabei gebe es zwei Möglichkeiten: auf der einen Seite die Speicherung in bestimmten Zeitabständen und auf der anderen Seite die Speicherung nach Beendigung der Verbindung. So speichere z. B. QSC die Trafficdaten alle fünf Stunden.

An dieser Stelle erklärt Knake auch, warum der Großteil der Provider eine 24-Stunden-Trennung vollzieht: "Diese Provider protokollieren die Verbrauchsdaten erst nach Beendigung der Online-Verbindung. Eine Dauerverbindung über den Abrechnungszeitraum hinaus, in der Regel ist das ein Monat, kann dann aber nicht korrekt abgerechnet werden, weil zum Zeitpunkt der Abrechnung die Verbindungsdaten noch nicht vorliegen."

Gefragt, wie die Rechnungslegung am Ende des Monats erfolgt, antwortet Knake: "Wir rechnen den Traffic unserer Kunden Byte-genau zusammen und runden am Ende des Monats aufs volle Megabyte auf. Technisch wäre es möglich Byte- oder Kilobyte-genau abzurechnen. Die Rundung am Ende des Monats ist aber in unseren Augen völlig legitim, denn wir bewegen uns im Bereich von rund einem Cent pro Megabyte."

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