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Hintergründe

13.11.2001 | 13:00 Uhr |

Der Auslöser für Valentines Amokschreiben scheint zu sein, dass immer mehr Microsoft-Kunden ihre Unix/Risc-Lösungen statt durch Windows 2000 durch Linux ersetzen. "Ich fordere euch auf, sicherzustellen, dass zwar so viele Kunden wie möglich von Unix weg migrieren, aber nach Windows 2000 auf Intel."

Mit diesem Memo, sollte es authentisch sein, nimmt die Furcht des Redmonder Software-Giganten vor Linux eine neue Qualität an. Erstmals gäbe Microsoft damit zu, dass Linux das Kerngeschäft der Gates-Company ernsthaft beeinträchtigt.

Bislang hatte Microsoft sich darauf beschränkt, das Open-Source-Unix öffentlich als "Intellectual-Property-Killer", "Krebsgeschwür", "technisch unterbelichtet" oder schlicht als "unamerikanisch" zu verunglimpfen.

Nun sieht sich Redmond aber offenbar derartig bedrängt, dass es selbst vor zwielichtigen Aktionen wie dem Ausspionieren von Kunden nicht mehr zurückschreckt. In den USA mag so etwas noch als aggressives Marketing durchgehen. Europäische Kunden dürften eine derartige Vorgehensweise eher als einen Bespitzelungsversuch werten.

Microsoft gesteht: Wir setzen Open Source auf unseren Servern ein (PC-WELT Online, 19.06.2001)

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