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Hewlett-Packard entlässt bis zu 9000 Mitarbeiter

04.10.2019 | 12:45 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Hewlett-Packard entlässt bis zu 9000 Mitarbeiter – rund jeder sechste Arbeitsplatz der noch 55.000 Angestellten.

Computer-Urgestein Hewlett-Packard schreibt wieder einmal mit einem großen Stellenabbau Negativ-Schlagzeilen. Wie unter anderem die Tagesschau berichtet, entlässt Hewlett-Packard in den nächsten drei Jahren weltweit zwischen 7000 und 9000 Mitarbeiter – bei 9000 Entlassenen wäre es rund jeder sechste Arbeitsplatz, der gestrichen würde. Ein Teil des Stellenabbaus soll auch über freiwillige Frühverrentungen erfolgen. Aktuell beschäftigt HP noch rund 55.000 Mitarbeiter weltweit.

Die Massenentlassungen sind sozusagen die erste größere Amtshandlung des neuen HP-Chefs Enrique Lores, der ab November 2019 die Geschicke von HP lenkt. Die Entlassungen gehören zum Restrukturierungsplan für 2020, wodurch HP Kosten sparen will.

Bis zum Ende des Finanzjahres 2022 will HP rund eine Milliarde Dollar pro Jahr einsparen. 2022 soll die Neuausrichtung abgeschossen sein. Hewlett-Packard soll dann seinen Fokus auf Dienstleistungen legen.

Hewlett-Packard hatte sich Ende 2015 aufgespalten : Unter HP befindet sich das Geschäft mit Computern und Druckern. Als HP Enterprise (HPE) firmiert wiederum der Bereich Software und Cloud.

HP hat in den 1940ern als Garagen-Start-up begonnen und war zu einem wichtigen Hersteller von PCs und vor allem von Druckern aufgestiegen. Doch das Unternehmen hat mehrere Strategiewechsel, Umstrukturierungen und Aufspaltungen und unzählige Entlassungswellen hinter sich. Die Firma hat den Wechsel auf Mobile verpasst und versucht deshalb immer wieder, ihr Geschäftsmodell neu zu arrangieren.

Hier können Sie die lange Geschichte der Entlassungen und Umstrukturierungen von HP nachlesen:

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