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Heute stirbt der VW e-Golf – das erfolgreichste E-Auto von VW

23.12.2020 | 14:00 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Aus und vorbei: Heute stellt Volkswagen die Produktion seines erfolgreichsten Elektro-Autos ein. Der letzte e-Golf läuft heute vom Band.

Der Volkswagen e-Golf ist nach dem heutigen Tag (23.12.2020) Geschichte: Denn heute rollt in der Gläsernen Manufaktur in Dresden der letzte e-Golf vom Band. Mit diesem e-Golf im Farbton „Uranograu“ wurden seit März 2017 insgesamt 50.401 Fahrzeuge in Dresden gefertigt. Dazu kommen noch die e-Golfs, die in Wolfsburg bis Sommer 2020 von den Fließbändern liefen.

Staffelstabübergabe: Nach dem Produktionsende des e-Golf läuft ab Januar der ID.3 in Dresden vom Band
Vergrößern Staffelstabübergabe: Nach dem Produktionsende des e-Golf läuft ab Januar der ID.3 in Dresden vom Band
© VW

Der e-Golf kam 2014 auf den Markt und wurde bis Sommer 2020 in Wolfsburg produziert. 2017 nahm die Gläserne Manufaktur in Dresden parallel zu Wolfsburg die Produktion auf, um die offensichtlich hohe Nachfrage zu bedienen. Insgesamt verließen in mehr als sieben Jahren 145.561 e-Golf die beiden deutschen Produktionsstätten. Der e-Golf ist damit das bisher erfolgreichste E-Auto von VW. VW brachte sogar für die Polizei einen speziellen e-Golf für die Gangsterjagd. Auch bei Carsharing-Anbietern leistete der e-Golf gute Dienste. Anders als der komplett neu entwickelte ID.3 (bei dem E-Motor und Antrieb im Heck sind) ist der e-Golf vom Grundkonzept her aber ein konventioneller Golf, nur eben mit Elektromotor und Akkus statt Verbrennungsmotor und Tank.

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VW baut für den ID.3 in Dresden um

Bereits im Sommer 2020 hatten erste Umrüstungen für den ID.3 in Dresden stattgefunden. Als eine von sieben Stationen wurde etwa die „Hochzeit“, an der Karosserie und Fahrwerk verschraubt werden, angepasst. Anfang 2021 wird dann der Fertigungsbereich der Gläsernen Manufaktur in drei Wochen auf die Anforderungen des "Modularen E-Antriebsbaukastens" (MEB) umgebaut, wie VW erläutert. Zu den Umbaumaßnahmen im Winter zählen beispielsweise die Installation einer Anlage, an der das Panoramadach verbaut wird, sowie die Anpassung der Greifmittel für den Verbau von Cockpit und Sitzanlage.

Ab Ende Januar 2021 sollen dann die ersten ID.3-Serienfahrzeuge von den Bändern in Dresden rollen. Nach Zwickau ist Dresden dann der zweite Standort in Europa, an dem Volkswagen Elektro-Fahrzeuge auf Basis des neuen Modularen E-Antriebsbaukastens fertigen lässt. Neben der Fertigung im Werk Zwickau und künftig Dresden sind auch die Komponentenwerke Braunschweig, Kassel, Salzgitter und Wolfsburg beteiligt. Sie fertigen Bauteile wie die E-Maschine oder das Batteriesystem. Die Fahrzeugwerke Emden und Hannover sollen ab 2022 ebenfalls mit der Produktion von E-Autos beginnen. Der Konzernsitz Wolfsburg soll innerhalb des VW-Konzerns mittelfristig die richtungsweisende Fabrik für die hochautomatisierte Fertigung von Elektrofahrzeugen werden.

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In der Gläsernen Manufaktur in Dresden liefen seit Eröffnung 2001 die Oberklassenlimousine Phaeton (84.235 Einheiten, 2001-2016), der Bentley Flying Spur (2.186 Einheiten, 2005/2006 und 2013/2014) sowie seit 2017 der e-Golf (50.401 Einheiten) vom Band.

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