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Heute ab 22 Uhr: Schalten Sie das Licht aus - der Grund!

07.09.2021 | 15:16 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Heute Nacht um 22.00 Uhr sollten Sie alle Lichter ausschalten und diese bis zum nächsten Tag ausgeschaltet lassen. Der Grund.

Heute Nacht sollten Sie ab 22.00 Uhr das Licht ausschalten und bis zum nächsten Tag ausgeschaltet lassen. Denn heute am 7. September ist wieder Earth Night. Dann sollen alle Menschen das Licht bei sich zu Hause ausschalten und damit ein Zeichen gegen die Lichtverschmutzung setzen.

Hier die knappe Definition der Earth Night: "Die Earth Night ist ein Ereignis, bei der Menschen versuchen, für wenigstens eine Nacht im Jahr das menschengemachte Kunstlicht so weit wie möglich zu reduzieren. Diese findet immer zum September-Neumond statt."

So nehmen Sie an der Earth Night teil:

  • Schalten Sie Ihr Außenlicht ab

  • Schalten Sie das Licht in Ihrer Wohnung ab oder lassen Sie, falls das Licht anbleiben muss, die Jalousien/Rollos herunter.

  • Gehen Sie dann nach draußen und genießen Sie die Dunkelheit.

Die Earth Night findet 2021 erst zum zweiten Mal statt. Alles Wissenswerte zur Earth Night lesen Sie hier. Übrigens beteiligen sich auch einige Städte und Gemeinden an der Earth Night, zum Beispiel München: Die Bayerische Landeshauptstadt schaltet die öffentlichen Anstrahlungen von Gebäuden, Brunnen und Denkmälern in München am 7. September 2021 um 22 Uhr aus.

Das steckt hinter der Earth Night

Die Nächte werden gerade auf der nördlichen Erdhalbkugel immer heller. Da immer mehr Lichtquellen strahlen. Darunter leiden nicht nur Astronomen, die eine besonders dunkle Umgebung benötigen, um den Himmel beobachten zu können – übrigens haben auch die vielen Starlink-Satelliten von Elon Musks Satelliten-Internet den Unmut der Himmelsbeobachter hervorgerufen .

Sondern auch uns Menschen tut die viele nächtliche Helligkeit nicht gut. Wir schlafen besser und tiefer, wenn es dunkel um uns herum ist. Fehlt uns dagegen der richtige Schlaf-Wach-Rhythmus und wir bekommen Schlafstörungen, dann kann das langfristig zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Ganz besonders leiden aber Insekten und Tiere unter den viel zu hellen Nächten. Nachtfalter flattern um die Lichtquellen, bis sie erschöpft tot zu Boden stürzen oder eine leichte Beute für Räuber werden, wie der Bayerische Rundfunk schreibt. Zugvögel und Fledermäuse kommen wegen der Lichtverschmutzung sogar vom Kurs ab . Mitunter werden Vögel so stark vom Licht angezogen, dass sie gegen Wände knallen. Pflanzen brauchen die Nacht ebenfalls zur Erholung.

Quellen für die Lichtverschmutzung

Die nächtliche Helligkeit kommt nicht nur von den Beleuchtungen der Wohnungen, sondern auch von Autos, Straßenlaternen, Flutlichtern auf Sportanlagen oder Skipisten, von nächtlicher Werbereklame und von Dekolichtern, die nachts Häuserfassaden anstrahlen oder Gärten erhellen. Insbesondere nicht korrekt aufgestellte Strahler, die ihr Licht in alle Richtungen verbreiten, sind ein Probleme.

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