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Hermes: Termine, damit die Pakete zu Weihnachten pünktlich eintreffen

02.12.2020 | 08:19 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Hermes nennt die Termine, damit Ihre Pakete pünktlich ankommen. Bestimmte Hermes-Kunden müssen aber einen Peak-Zuschlag bezahlen.

Diese Termine sollten Sie beachten, wenn Sie Ihre Weihnachtspakete mit Hermes versenden:

Abgabetermine: Privatkunden, die ihre Paket rechtzeitig zu Heiligabend bei den Empfängern haben wollen, rät Hermes die Weihnachtspakete bis zum 21. Dezember, 12 Uhr, im Hermes-Paket-Shop abzugeben. Der 21.12. gilt aber nur dann, wenn der Empfänger in Deutschland lebt.

Internationale Sendungen sollten bestenfalls vor dem 15. Dezember auf die Reise gebracht werden. Länderspezifische Informationen finden sich auf www.myhermes.de . Wer Pakete an der Haustür abholen lassen möchte, sollte sich ebenfalls den 21. Dezember als spätesten Termin notieren.

Peak-Zuschlag: Am 2., 9. und 10. Dezember rechnet Hermes mit den meisten Paketen. Für den kurzfristigen Kapazitätsaufbau und den daraus resultierenden Kosten erhebt Hermes von seinen geschäftlichen Auftraggebern einen „Peak-Zuschlag“ – das sei auch 2018 und 2019 bereits der Fall gewesen. Dieser Aufpreis gilt für geschäftliche Auftraggeber vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2020 und beträgt 0,25 Euro. Bezuschlagt werden ausnahmslos alle Sendungen, inklusive Retouren. Privatpakete bleiben zuschlagfrei.

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Ein paar Zahlen und Fakten rund um das Thema Paketzustellung

DHL: 10.000 neue Mitarbeiter, sechs neue Boeing 777 F

DHL teilte mit, dass es für die bevorstehende Shopping-Hauptsaison mit „bisher unerreichte Sendungsmengen“ rechne. Dabei spiele der grenzüberschreitende Handel eine immer größere Rolle. Zudem würden die Kunden aufgrund „der diesjährigen Unsicherheiten durch die COVID-19-Pandemie ihre Einkaufsaktivitäten mehr denn je in die digitale Welt“ verlagern. Deshalb erwarte DHL Express „ein Allzeithoch im weltweiten Onlinehandel“.

Das sind die Höhepunkte aus der Sicht von DHL.
Vergrößern Das sind die Höhepunkte aus der Sicht von DHL.
© DHL

Bereits bis jetzt habe das E-Commerce-Volumen im DHL-Express-Netzwerk im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres um etwa 35 Prozent zugenommen. In der kommenden Shopping-Hauptsaison dürften die Sendungsmengen den Vorjahreszeitraum aber sogar um voraussichtlich mehr als 50 Prozent übertreffen, so DHL. Und weiter: „Aus der Perspektive des E-Commerce könnte man sogar sagen, dass wir durch COVID-19 im Jahr 2020 bereits auf dem Stand des Jahres 2030 sind.“

DHL sei aber vorbereitet: „Zur Vorbereitung hat DHL Express weltweit über 10.000 neue Mitarbeiter eingestellt und konnte dank seiner jährlichen Investitionen in die Infrastruktur wie Hubs und Gateways, Flugzeuge, Fahrzeuge und modernste Technologie seine Verarbeitungs-Kapazitäten deutlich ausweiten, um die anstehenden Volumen zu bewältigen.“ Jährlich würde DHL eine Milliarde Euro investieren. Derzeit seien täglich zusätzliche Frachtflüge erforderlich, weil die sonst für den Frachttransport mitbenutzten Passagierflieger ja oft nicht fliegen würden. „Allein in diesem Jahr hat das Unternehmen vier neue Großraumflugzeuge des Models Boeing 777 F in Betrieb genommen, zwei weitere kommen in den nächsten Monaten dazu. Allein diese sechs Flugzeuge machen es für das Unternehmen möglich, mehr als 3.000 zusätzliche Interkontinentalflüge pro Jahr durchzuführen“, so DHL. DHL gibt sich sicher, dass es auf die anstehenden Herausforderungen ausreichend vorbereitet ist.

Hermes: 3500 weitere Arbeitskräfte, 3.900 zusätzliche Fahrzeuge, 450 neue Wechselbrücken- und Sattelzug-LKW

Auch DHL-Konkurrent Hermes rechnet in den nächsten Wochen mit Rekordmengen. Im Weihnachtsgeschäft könnten es rund 120 Millionen Sendungen werden, die die Hermesboten zustellen - ca. 10 Millionen Pakete pro Woche, teilweise wohl sogar 12 Millionen Pakete in einer Woche. Das wären 20 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2020. Doch auch Hermes betont, dass es ausreichend investiert habe, um das erwartete Rekordvolumen stemmen zu können. Als Beispiele nennt Hermes die digitale Toursortierung, die Tourenplanung via Tablet, die Nutzung von Handscannern samt eigens dafür entwickelter Zustell-App in sieben verschiedenen Sprachen und die digitale Benachrichtigungskarte.

Außerdem habe Hermes in seinen „Logistik-Centern in Leipzig, am Flughafen Münster-Osnabrück und in Graben (bei Augsburg) die Sortierkapazitäten nochmals deutlich erhöht“. In Bremen baute Hermes zudem ein neues Verteilzentrum, in dem täglich 40.000 Sendungen abgewickelt werden können. Insgesamt will Hermes so seine Sortierkapazitäten in diesem Jahr um rund 30 Prozent gesteigert haben.

Zu Weihnachten wolle Hermes bis zu 15.000 Zusteller auf die Straßen schicken. Bereits im Frühjahr 2020 wären aufgrund der gestiegenen Paketmengen 1.500 zusätzliche Paketboten unterwegs gewesen. Im Weihnachtsgeschäft kämen nochmals 3.500 weitere Arbeitskräfte hinzu, vor allem für die Zustellung sowie beim Umschlag in den Logistik-Centern und Depots. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte würde Hermes je nach Verfügbarkeit und Einsatzdauer entweder mit befristetem Arbeitsvertrag oder über tarifgebundene Zeitarbeitsfirmen anwerben. Deutschlandweit seien in der Zustellung täglich rund 3.900 zusätzliche Fahrzeuge auf der Straße. Im Langstrecken- und Zulieferverkehr zwischen den Logistik-Centern erweitere Hermes die Flotte um etwa 450 Wechselbrücken- und Sattelzug-LKW.

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