22172

Hauptneuerung: Standard-Programm selbst festlegen

05.09.2002 | 12:43 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Microsoft sitzen die Gerichte im Nacken. Um die Kartellauflagen zu erfüllen, haben sich die Redmonder eine Neuerung für Windows XP einfallen lassen, die die Gemüter der Kritiker etwas beschwichtigen soll. Nach der Installation des Service Pack 1 darf der Anwender selbst festlegen, welche Standardprogramme er unter Windows XP nutzen möchte.

Möglich macht das die Funktion "Programmzugriff und -standards". Diese findet sich im Startmenü. Alternativ kann diese Funktion auch über die Systemsteuerung unter dem Eintrag "Software" aufgerufen werden.

Die neue Funktion erlaubt es fünf Standard-Programme festzulegen: den Webbrowser, das Mailprogramm, den Mediaplayer, den Instant Messenger und die zu verwendende Standard-Virtual Machine für Java. Für jeden dieser Bereiche legte Microsoft bisher seinen Betriebssystemen die passende Anwendung bei, so beispielsweise den Internet Explorer als Webbrowser.

Möchte der Anwender nicht die Microsoft-Programme verwenden, sondern lieber eigene Programme, dann kann diese über die neue Funktion eingestellt werden. Allerdings werden die Standardprogramme nicht vom System deinstalliert, sondern verschwinden lediglich in den Hintergrund.

Das gilt aber überraschenderweise nicht für den Windows Media Player und den Windows Messenger. Unter "Software ->Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen" im Systemsteuerungs-Menü befinden sich nach der Installation des SP 1 zwei neue Einträge, die die Deinstallation dieser Anwendungen erlauben.

PC-WELT Marktplatz

22172