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Harter Kampf zwischen Pro und Kontra

15.03.2002 | 09:59 Uhr |

Derzeit ist auf den rund 5000 Rechnern im Bundestag Windows NT 4 installiert, für das in absehbarer Zeit die technische Unterstützung durch den Hersteller ausläuft. Die Debatte im Parlament läuft nun schon seit Monaten: Soll der Bundestag künftig Rechner mit Windows XP anschaffen oder auf das das Open-Source- System Linux umschwenken?

Dabei hatte das freie Betriebssystem von Linus Torvalds zahlreiche Befürworter: Mehrere Abgeordnete aller Fraktionen hatten sich zur Initiative "Bundestux" zusammengeschlossen - darunter Ernst-Ulrich von Weizsäcker (SPD), die Internetbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Martina Krogmann sowie Margareta Wolf (Grüne), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsministerium.

Microsoft Deutschland hatte schon seine Felle davonschwimmen sehen, daher wandte sich dessen Chef Kurt Sibold entschieden gegen die Kampagne für freie Software: Wenn der Bundestag Microsoft-Produkte einsetzen wolle, sei dies keine undemokratische Entscheidung. Sibold fühlte sich und seinen Konzern durch die Petition der Linux-Befürworter gar angegriffen und wertete sie als eine öffentliche Diskriminierung der Microsoft-Produkte.

Empfehlung: Bundestag erhält Linux und Windows XP (PC-WELT Online, 01.03.2002)

Linux im Bundestag: Entscheidung weitgehend gefallen (PC-WELT ONline, 26.02.2002)

Microsoft vs. Linux: Wettbewerb um Bundestag wird härter (PC-WELT Online, 06.02.2002)

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