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Hardware: Erstmals mehr SSDs als HDDs verkauft

16.02.2021 | 16:58 Uhr | Michael Söldner

Die Verkaufszahlen von SSDs lagen laut Marktforschung im Jahr 2020 erstmals über denen klassischer Festplatten.

Festplatten dienen seit jeher als preiswerteste Möglichkeit, große Datenmengen auf dem Rechner oder im Netzwerk unterzubringen. SSDs sind zwar deutlich schneller, aber in Anbetracht der Speichermenge auch deutlich teurer. Dennoch stieg der Anteil der verkauften SSDs in den vergangenen Jahren immer weiter an. Im Jahr 2020 haben die Verkäufe von SSDs sogar die von klassischen Festplatten überholt. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Trendfocus wurden im vergangenen Jahr 333,12 Millionen SSDs verkauft, ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im gleichen Zeitraum konnten 259,81 Millionen Festplatten abgesetzt werden, ein Rückgang von 18 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019.

Ein Grund für die größere Beliebtheit von SSDs im Vergleich zu Festplatten dürfte auch darin zu finden sein, dass immer mehr Hersteller in ihren Notebooks und Desktop-PCs von Haus aus SSDs verbauen. Neben klassischen SATA-SSDs werden immer häufiger M.2-SSDs im System verbaut. Mit PCIe 4.0 können letztere neue Geschwindigkeitsrekorde brechen. Für Festplatten spricht hingegen der größere Speicherplatz. Wer viele Videos, Musikdateien oder aktuell nicht genutzte Spiele unterbringen möchte, greift daher lieber zu einer Festplatte. Steht hingegen das Tempo im Vordergrund, so bildet eine SSD für Videobearbeitung, Ladezeiten in Spielen oder Kopiervorgänge das Maß der Dinge. Laut Trendfocus war das vierte Quartal 2020 ein besonders starker Treiber für den Verkauf neuer Hardware. Allzu oft war im neuen Notebook oder Desktop-PC für Homeoffice und Homeschooling standardmäßig schon eine SSD verbaut.

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