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HalfDive ist die erste VR-Brille fürs Bett

14.09.2021 | 15:01 Uhr | Michael Söldner

Im Gegensatz zu anderen VR-Brillen lässt sich HalfDive von Diver-X ausschließlich im Liegen verwenden.

VR-Brillen für den PC oder die Konsole ermöglichen völlig neue Freiheiten. Schließlich müssen Spieler nicht mehr nur auf ihren Monitor oder Fernseher schauen, sondern können sich frei umsehen. Das neu angekündigte VR-Headset HalfDive des japanischen Herstellers Diver-X geht hingegen andere Wege: Es handelt es sich um ein BMD (Bed-Mounted-Display), die VR-Brille ist also primär für den Einsatz im Bett gedacht. Ab November soll das Projekt via Kickstarter finanziert werden, der Preis für das Basismodell beträgt 800 US-Dollar. Durch die stationär ausgelegte Nutzung ergeben sich einige Vorteile. So will Diver-X gleich zehn sphärische Linsen in der Brille unterbringen, die ein Sichtfeld von 134 Grad ermöglichen. Auch die Bildqualität soll im Vergleich zu mobilen Lösungen höher ausfallen. Pro Auge liefert die Brille 1.600 x 1.440 Pixel bei einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hz. Die Verbindung zum PC erfolgt über Displayport 1.2 und USB 3.0. Außerdem wird ein 12-Volt-Anschluss für die Stromversorgung benötigt. Für 3D-Sound sind Träger nicht zwingend auf Kopfhörer angewiesen, stattdessen sollen vier um das Headset platzierte Lautsprecher für dreidimensionalen Sound sorgen.

Dazu kommen zwei Lüfter an der oberen Seite der Brille, die Eindrücke wie Wind simulieren sollen. Alternativ können die Lüfter auch mit niedriger Drehzahl arbeiten und so Übelkeit verhindern. Mit Vibrationen im tieffrequenten Bereich sollen außerdem die Schritte von Monstern oder Schüsse spürbar werden. Gesteuert solle die Spieler über Controller für Hände und Füße werden. Dabei sollen die Füße für Bewegungen des Avatars genutzt werden. Zu den Eingabegeräten für die Hände hat der Hersteller noch keine konkreten Informationen veröffentlicht. Das Einstiegsmodell soll 800 US-Dollar kosten. Das System mit allen Features schlägt hingegen mit 1.200 US-Dollar zu Buche. Wer sich für das Modell mit Gleitsichtglas entscheidet, zahlt insgesamt 4.000 US-Dollar.

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