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Hacker verschlüsseln Krankenhausdaten in Rheinland-Pfalz & Saarland

18.07.2019 | 14:32 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Hacker haben Krankenhaus-Server angegriffen und deren Daten verschlüsselt. Ärzte mussten medizinische Befunde wieder mit Stiften zu Papier bringen.

Hacker haben mit Schadsoftware ein Computernetzwerk angegriffen, auf das elf Krankenhäuser und vier Altenpflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland zugreifen. In den betroffenen Krankenhäusern mussten die Ärzte medizinische Befunde deshalb wieder mit Stiften zu Papier bringen.

Unter anderem seien Kliniken in Worms, Mainz, Alzey und Bad Kreuznach von der Malware-Attacke betroffen. Die angegriffenen Krankenhäuser gehören dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), genauer gesagt: der DRK-Trägergesellschaft Süd-West. Die Schadsoftware habe Server und Datenbanken verschlüsselt, es handelt sich also um Ransomware. Auf die von der Malware verschlüsselten Daten konnte das medizinische Personal nicht mehr zugreifen, wie Spiegel Online berichtet.

Das medizinische Personal und die Verwaltung musste Patientenaufnahmen und Laborbefunde während des Angriffs ganz klassisch mit Bleistift, Kugelschreiber und Papier durchführen. Die Versorgung der Patienten sei aber nicht gefährdet, medizinische Geräte seien nicht betroffen und bisher habe man auch keine Hinweise darauf, dass vertrauliche Informationen gestohlen wurden.

Sonntagmorgen bemerkten die Betroffenen den Angriff, doch erst am Sonntagnachmittag konnte der Verschlüsselungsvorgang gestoppt werden. Das zuständige Landeskriminalamt sei eingeschaltet und die Landeszentralstelle Cybercrime bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz ermittle.

Die Schwachstelle, über die die Hacker ihre Malware einschleusen konnten, sei mittlerweile identifiziert. Die betroffenen Rechner gehen nach und nach wieder ans Netz, wie der SWR berichtet.

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